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Patagonien – Teil 2

Nach fast einer Woche in Bariloche, einigen tollen Wanderungen und Zeit zum relaxen, die erste etwas längere Fahrt zur zweiten Station: San Martin de los Andes. San Martin ist kleiner als Bariloche, aber touristisch angelegt. Ist ein ganz nettes Städtchen, und die Innenstadt ist zu Fuß ganz gut zu erschliessen. Mein Hotel, Hostería La Posta del Cazador, lag an einem Ortsende, fast direkt am See, sehr freundlichen Leute dort, nett und sehr hilfsbereit.

Herbie beim Mate trinken am Lago Traful
Herbie beim Mate trinken am Lago Traful
Aber zuerst zur Fahrt: man kann in ca. 3 Stunden, 4 Stunden mit Fotopause an diversen „Miradores“ (Aussichtspunkten auf Seen, etc.) von Bariloche nach San Martin fahren. Oder stattdessen eine Route wählen durch einen Nationalpark, am Lago Traful vorbei. Das Stück über 60km dauert dann eher so 2 Stunden, statt weniger als einer, weil diese Strecke Schotterpiste ist. Dafür ist die Landschaft origineller und der Ausblick auf den Lago Traful echt schön. Dazu noch ab und zu Mate trinken, da macht das holpern über die Schotterpiste, hier „ripio“ genannt, nichts mehr aus.

Mein VW Voyage, typische Schotterstraße
Mein VW Voyage, typische Schotterstraße
 Die Schotter-Straßen fallen naturgemäß sehr unterschiedlich aus. Die Straße bis Traful war ganz gut zu befahren. Ich denke, die Einheimischen waren teilweise mit 60-70 km/h unterwegs, ich mit 30-50, je nach Abschnitt. Die restlichen ca. 20 km der Schotterstrecke waren sehr „rauh“, und zwar weil die gerade bearbeitet wurde. Dazu fährt eine Maschine über die Straße, die die Oberfläche aufreißt und dadurch die Schlaglöcher beseitigt. Der abgefräste Schutt wird dann wieder verteilt und befestigt. Nur während der Arbeiten … ich sag nur 15-25 km/h maximal für mein einfaches Auto (ein SUV wäre für fast 4 Wochen zu teuer geworden).

Ausblick auf den Lago Traful
Ausblick auf den Lago Traful

Nach der Ankunft in San Martin, trotz Umweg immer noch recht früh, gegen 15:00, erstmal die Nationalpark-Verwaltung aufgesucht um mir Tips fürs Wandern zu holen: Eine ganz kleine Wanderung direkt vom Hotel aus, ca. 2 Stunden hin und zurück (1,5h haben gereicht, mit Fotos), auf einen Aussichtspunkt mit tollem Blick auf den See. Dann eine Wanderung auf den Cerro Colorado, die ich mir gleich für den nächsten Tag vorgenommen habe und dann noch der Tip für eine Wanderung auf den Cerro Mallo. Da wäre allerdings 40km Anfahrt über Schotterpiste nötig. Mal sehen. Also erstmal den lokalen See „Lago Lacar“ anschauen gehen…

Lago Lacar, San Martin de los Andes, im Abendlicht
Lago Lacar, San Martin de los Andes, im Abendlicht

Am nächsten Tag dann den Cerro Colorado angesteuert. Kurz nach dem Ort fängt gleich die Schotterpiste an, anfangs noch gut, aber dann ziemlich rauh. Wieder bin ich mit eher 30 km/h unterwegs und wurde von 3 oder 4 Einheimichen mit 60-70 überholt. Aber es sind nur so knapp 20km, also kein großes Problem. Langsam wird klar, die „Berge“ sind steil in den Anden und die Aufstiege ziemlich anstrengend. Auch hier wieder im Schnitt 20% oder so. Und an einigen Stellen auch mehr. Aber insgesamt war dieser Anstieg einfach, technisch gesehen, fast keine Kletterei, sondern eben anstrengendes Bergwandern. Als ich dann oben fotografieren wollte, habe ich den Wind vermisst. Weniger wegen der Wärme, und es war recht warm an dem Tag, sondern wegen der „Bremsen“, die offensichtlich lange auf ein Blutspende-Opfer gewartet haben. Ich bin kaum dazu gekommen mein Sandwich und Banane zu Essen, als ich die Kamera ausgepackt habe, wurde es langsam immer schlimmer. Ich hab dann nach ca. 15 min. aufgegeben und mich an den Rückweg gemacht.

Blick zum Villarica (in Chile), vom Gipfel des Cerro Colorado
Blick zum Villarica (in Chile), vom Gipfel des Cerro Colorado

Am späteren Nachmittag bin ich nochmal zur Nationalparksverwaltung, mir gefiel die Idee nicht 40km Schotterstraße zu fahren (hin, und 40km wieder zurück), bin schliesslich zum Wandern hier… Diesmal war jemand anderes da und hat gleich mehrere Alternativen vorgeschlagen. Zum einen einen Berg „Cerro Falkner“, der zwar auf dem Weg in Richtung Bariloche knapp 60km weg ist, aber eben über Asphalt; und eine Tour zum Lanín, einem Vulkan an der Grenze zu Chile. Am Lanín würde ich am nächste Reiseabschnitt sowieso vorbei kommen, also bin ich am nächsten Tag zum Cerro Falkner. Auch hier wieder ein heftiger Anstieg, knapp 1100Hm. Und dazu noch die letzten ca. 300Hm wieder ziemlich anstrengendes, teils anspruchsvolles Klettern über Felsen. Dafür war der Blick natürlich wieder genial.

Blick vom Cerro Falkner
Blick vom Cerro Falkner
Die nächste Tag dann weiter mit dem Auto: von San Martin über den Lanín Nationalpark nach Chile, in Richtung Pucón, zum „Landhaus San Sebastian“ bei Caburgua. Im Lanín Nationalpark wollte ich wandern, am liebsten an die Basis des Vulkans. Aber… ein Regentag. Der Vulkan war nicht zu sehen, die Wolken zogen über den Pass und haben sich im Park abgesegnet. Ich hab dann noch eine „kleine“ 2 Stunden Wanderung gemacht. Aber die ging anfangs durch Knie-hohes Gras, dadurch wurde ich ziemlich nass, von unten und von oben. Das war der 31.12.

Das Landhaus San Sebastian
Das Landhaus San Sebastian
Dafür ist das Landhaus von Andreas und Gabriela ein wirkliches Highlight! Nicht nur ist das Landhaus sehr schön gelegen und gestaltet, sondern Gabriela kocht auch noch fantastisch. Die Beiden sind vor ca. 20 Jahren nach Chile ausgewandert und haben hier eine Finca gekauft und zu einem Landhaus-Hotel umgebaut. Auf 20 Hektar Land betreiben sie auch ökologische Landwirtschaft mit ein paar Kühen, Schweinen, Hühnern und Gemüse. Nach eine kleinen Führung über die Finca war dann das Silvester-Dinner wirklich erste Sahne. 

Für den nächsten Tag, den 1. Januar, hatte ich mir die nächste Wanderung vorgenommen. Nach dem Regen am Vortag, hat sich das Wetter komplett gewandelt, mit einer erstklassigen Aussicht sowohl auf den Villarica als auch auf den Lanin. Aber vor der Aussicht kommt der Aufstieg. Wie schon gewohnt, geht es erstmal steil bergauf. Der erste Teil noch relativ einfach mit ziemlich gutem Weg. Nach einem Plateau wird es dann nochmal steiler und fängt an schwierig zu werden. Der Weg wurde so steil, dass man sich oft an den Ästen/Bäumen festhalten und raufziehen muss. Außerdem war der Boden noch feucht und dadurch glitschig. Bis zur Baumgrenze. Darüber dann wieder klettern über Felsen… das kenne ich ja schon. Allerdings ist der Grat zum San Sebastian ziemlich ausgesetzt und dadurch nicht ohne. Ich habe dann den „2. Gipfel“ als mein Ziel erklärt. Von dem Punkt hätte ich nochmal einige Meter am Grat absteigen müssen, um den eigentlichen höchsten Punkt zu erreichen. Der Teil sah mir aber zu gefährlich aus, deshalb habe ich das bleiben lassen.

Vom Cerro San Sebastian gesehen: Villarica... mit kleiner Rauchfahne aus dem Lavasee
Vom Cerro San Sebastian gesehen: Villarica… mit kleiner Rauchfahne aus dem Lavasee
Am Grat des San Sebastian, mit Blick Richtung Villarica
Am Grat des San Sebastian, mit Blick Richtung Villarica

Am 2. Januar war eigentlich schon Regen angekündigt, deshalb hatte ich mir nichts großes vorgenommen, nur zu Fuß zu den „Ojos del Caburgua“, Wasserfälle des Flusses Caburgua, die in der Sonne Türkis aussehen. Ich bin relativ früh los, etwas zu früh, da zu der Zeit die Sonne noch nicht hoch genug steht. Aber dafür waren noch keine Menschen da, und deshalb habe ich mich dort ein Stündchen hinsetzen und geniessen können. Als dann die Sonne rauskam konnte ich doch noch ein paar ganz nette Fotos machen. Als dann mehr und mehr Leute kamen, das ist auch ein beliebtes Picnic und Ausflugsziel, hab ich mich gegen Mittag auf den Rückweg gemacht. Am Landhaus habe ich mir dann den Aussichtspunkt auf einer Anhöhe gesucht, mich dort in die Sonne gesetzt und gelesen… ein eher gemütlicher Tag. 

Ojos del Caburgua
Ojos del Caburgua

Heute hat es nun wirklich den ganzen Tag geregnet… also Zeit wieder einen Blog-Artikel zu schreiben. Eigentlich hatte ich gehofft heute oder morgen den Villarica besteigen zu können. Das wird als geführte Tour angeboten, kann man nicht solo machen, da man Ausrüstung wie Steigeisen für die Schnee/Eis Besteigung braucht. Aber durch das schlechte Wetter werden aktuell keine Touren durchgeführt, erst wieder Donnerstag oder Freitag, aber da geht es für mich schon wieder weiter.

Morgen noch ein Tag hier bei Caburgua… vielleicht wird das Wetter wieder besser für eine kleine Wanderung… danach geht es weiter in Richtung Cunco zum nächsten „Landhaus“.

Patagonien – Teil 1

Dieses Jahr habe ich mir wieder mal Zeit genommen für einen etwas längeren Urlaub. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen das alle 3-4 Jahre zu machen, aber jetzt sind es 6 geworden, Süd-Patagonien war über den Jahreswechsel 2010/2011. Diesmal ein paar hundert Kilometer weiter nördlich.

Los ging’s montags, so hatte ich ein Wochenende für Vorbereitungen und Packen. Flug war erst Montag Abends, ein Nachtflug, der dann Dienstag früh in Buenos Aires ankam. Theoretisch möglich wäre ein Weiterflug am selben Tag… als Puffer habe ich aber den Tag in BA verbracht. 32°C und Sonne… Ziemlicher Kontrast zu Alemania.

Leider hatte der Flug am Mittwoch fast 2h Verspätung, sodass ich erst am späteren Nachmittag in Bariloche war. Mietwagen übernommen und noch ein wenig durch die (ziemlich touristische) Innenstadt gelaufen, Bariloche ist sowas wie ein Touristen-Zentrum… und das erste argentinische Steak genossen.

Lago Nahuel Huapi, Bariloche, Blick vom Zimmer Hotel Tres Reyes
Lago Nahuel Huapi, Bariloche, Blick vom Zimmer Hotel Tres Reyes
Bife de Chorizo, Rest. Boliche de Alberto, Bariloche
Bife de Chorizo, Rest. Boliche de Alberto, Bariloche

Bin ja nicht (nur) zum Essen hier und eher Frühaufsteher… Also am nächsten Morgen den ersten Ausflug, den allseits bekannten Circuito Chico. Wenn man ganz früh los fährt (kurz vor acht) ist noch fast nix los, aber Verkehr ist hier ohnehin nicht so dicht. Es gibt einige tolle Aussichtspunkte. Allerdings fahren die Seilbahnen so früh noch nicht. Die Tour im Auto dauert eigentlich nicht lange, außer man macht einen Umweg über Colonia Suiza, was sich als Schotterpiste herausgestellt hat. Nicht schlimm, daran muss ich mich gewöhnen, habe ja in nächster Zeit davon noch ein paar hundert Kilometer. Bin dann später zur Seilbahn am Cerro Otto, mit Mini-Spaziergang zu einem Gipfel außerhalb der Station.

Cerro Otto, Blick zum Lago Nahuel Huapi, Bariloche
Cerro Otto, Blick zum Lago Nahuel Huapi, Bariloche

Eher gemütlicher Einstieg, aber ich wollte doch Wandern… Also am nächsten Tag auf zum Refugio Frey, auf der einfachen Route. Die Anfahrt nach Villa Catedral ist nicht so weit, also bin ich schon vor 9 losgelaufen. Die Tour ist technisch relativ leicht, als T2 angegeben (könnte auch T1 sein), aber mit ca. 18-20 km hin- und zurück und ca. 800 Höhenmeter ein ganz gutes Training. Und schonmal tolle Landschaft zum Genießen.

Refugio Frey, Laguna Toncak
Refugio Frey, Laguna Toncak

Ich hatte Muskelkater befürchtet, war aber nicht schlimm, also am nächsten Tag gleich noch eine Tour, zum Refugio Lopez. Etwas kürzer, nur ca. 10km hin und zurück aber auch ca 800hm, also fast die ganze Zeit extrem steil und dadurch ein wenig schwieriger, offiziell als T2 auf der Karte. Ach ja, T1-T6 sind die Einstufungen auf der SAC Wanderskala.

Forelle am Heiligabend in Bariloche
Forelle am Heiligabend in Bariloche

Am Abend dann, Heiligabend, Forelle zum Abendessen 😀. Am nächsten Tag, Weihnachtsfeiertag: Ausruhen und Lesen, sonst nichts, ach ja, faul sein fällt mir schwer, also Planung. Recherchiert, wie denn der Weg zum Refugio Frey über den Grat am Cerro Catedral aussieht. Hmm wird abwechselnd als ganz ok bis sehr schwierig beschrieben, ist auf OpenStreetMap als T5 drin. Schwieriges Hochgebirgswandern. Ist wohl nix für mich… Also Plan: mit der Seilbahn rauf fahren, Bilder machen und mal umschauen dort oben, vielleicht kann man dem Weg ausmachen und entscheiden, bleibt ja noch ein weiterer Tag in Bariloche.

Gesagt, getan (fast). Wieder nach Villa Catedral gefahren und Ticket für die Seilbahn gekauft. Nette Fahrt noch oben zuerst in einer Gondel, dann noch im Sessellift weiter zum Diente de Caballo. Nun, da oben ist eigentlich nix weiter, Aussicht ist zwar toll, aber länger bleiben lohnt nicht. Es waren einige Wanderer unterwegs, die wohl den Höhenweg am Grat entlang gehen wollten. Bin denen also erstmal gefolgt, bis zum Pass. Noch bessere Aufsicht, auch zum Monte Tronador, dem höchsten Berg in der Nähe.

Jetzt ist auch der Höhenweg zu sehen, ziemlich beeindruckend und etwas Furcht erregend. Alpine Erfahrung hab ich schließlich nicht. Am Anfang geht’s noch. später sehe ich durchs Tele Objektiv nur noch Felsblöcke. Na, probieren geht über studieren, kann ja mal ein Stück gehen und dann umdrehen. Am Anfang ziemlich Schiss gehabt. Eigentlich bin ich ziemlich Trittsicher und hab mich ja die letzten beiden Tage schon etwas einlaufen können. Zuerst eine Schutthalde gequert, dann kommen schon die ersten Felsen, schwierig, aber geht. Langer Rede kurzer Sinn, wer dreht schon um, bei der genialen Landschaft 😃.

Hochgebirgswandern am Grat des Cerro Catedral
Hochgebirgswandern am Grat des Cerro Catedral
Hochgebirgswandern am Grat des Cerro Catedral
Hochgebirgswandern am Grat des Cerro Catedral

Obwohl der Weg nicht so viele Höhenmeter macht, ist das Klettern über die Felsen extrem anstrengend. Der Weg ab Passhöhe bis zur Laguna Toncak hat nur vielleicht 6km, aber man braucht dafür gut 3-4 Stunden, und ich bin nicht mal so langsam gewesen (gut 3h). Handschuhe hab ich nicht gebraucht, obwohl das von einigen empfohlen wird. Man muss beim Klettern über die Felsblöcke sehr oft die Hände benutzen, sonst geht gar nix. Wanderstöcke: ich finde die in solchen Gelände weniger sinnvoll. Wohl Geschmackssache, ich hab eh keine mitgenommen.

Heute ausruhen. Diesmal hab ich richtigen Muskelkater. Das Klettern war schon anspruchsvoll, und dann bin ich noch die 1200m ziemlich flott nach unten gegangen. Also Zeit nehmen und lesen, und diesen Artikel zu schreiben. Kalabasse, Bombilla und Mate kaufen, morgen den ganzen Tag Auto fahren.

Teil 2 folgt….

(Ach ja, die Bilder sind alle „nur“ mir dem Smartphone gemacht. Eine richtige Bildergalerie muss warten bis daheim, das übertragen von der Spiegelreflex Kamera auf’s Tablet ist mir zu mühsam, mach ich später am PC. Werde dann auch die Tracks der Wanderungen zusammenstellen.)

Rad-Saison 2016 beendet

Die Rad-Saison zähle ich für mich jeweils vom 1. Oktober bis 30. September. Damit war am heutigen Freitag die Saison 2016 beendet und am Wochenende beginnt die Saison 2017.

Damit ist nun Zeit die vergangene Saison zusammenzufassen…

  • Die Winter-Saison 2016 ist sehr gut gelaufen. Wir haben Samstags und Sonntags sehr regelmäßige Touren mit dem MTB in den Schönbuch unternommen, ab Januar dann auch mit dem Ridley Xtrail Crosser. Da sind einiger Kilometer zusammengekommen und vor allem konnte ich damit die Form etwas konservieren. Einige Schlecht-Wetter Phasen habe ich mit der Tacx-Rolle und Sonntags auch mit einigen Touren auf der Radrennbahn in Öschelbronn überbrückt.
  • Damit war dann schon eine ganz gute Grundlage für Mallorca gelegt. Kurz vor Mallorca waren ich einige Wochen erkältet, da hat die Form gelitten. Mallorca war toll. Wir haben dieses Jahr viele recht lange Touren gemacht und deutlich an den Grundlagen gearbeitet. Das Frühjahr lief weiterhin gut und Ende Juni, Anfang Juli habe ich noch eine Woche Urlaub in Nesselwang gemacht und dort nochmal 1000km trainiert… da lief alles schon auf eine Rekord-Saison raus. Und das wurde es dann auch.
  • Rennrad:
    • 8788,6 km insgesamt, 96 gezählte Touren, Durchschnittlich 91,5km pro Tour;
      im Vergleich zum letzten Jahr, nochmal einige Touren mehr.
    • Insgesamt 334 Stunden gefahrene Zeit; 26,85km/h Gesamt-Durchschnitt
    • 80.793 Höhenmeter
    • 62 Touren < 100km (Ø 66,3 km; mit 517HM, 27,32 km/h)
    • 34 Touren > 100km (Ø 137,6 km; mit 1433HM, 26,00 km/h)
  • Mountainbike / Crosser:
    • 25 Touren mit dem MTB
    • 1385km insgesamt
    • 13.690 Höhenmeter
    • ca. 64 Stunden Fahrzeit
    • 22,0 km/h Durchschnitt über alles
  • Tacx Rolle
    • 34 Trainings
    • 1.387 km
    • 48 Stunden Trainingszeit
  • Alles in Allem war dies das Beste Jahr, ein Rekord, mit
    • 8.788 km Rennrad und
    • 10.173 km „draußen“ also Rennrad und MTB/Crosser
    • 11.561 km insgesamt

Jetzt kommt erstmal die Winter-Saison mit einer größeren Unterbrechung mit Urlaub in Süd-Amerika. Mal sehen, wie die nächste Saison wird.

Link zu meiner Radel-Seite

Hohenzollern Tour

Es ist schon Ende September, aber die letzten Wochen war das Wetter, mit einer Ausnahme letzten Sonntag, immer ziemlich gut. Trotzdem ist sowas wie Herbst-Stimmung eingetreten und die ganz langen Touren in den Schwarzwald planen wir wieder für nächstes Jahr. Morgens ist es jetzt schon ziemlich kühl.

Aber heute war das Wetter wieder vom feinsten: den ganzen Tag nur Sonne und ab Mittags über 20°C, das muss ausgenutzt werden. Da die Vorhersage eindeutig war, stand wieder die Burg Hohenzollern auf dem Plan, immer eine Tour wert.

Burg Hohenzollern
Burg Hohenzollern„. Lizensiert unter CC BY 2.5 via Wikimedia Commons.

Wie auch letztes Jahr sind wir über Tübingen in Richtung Hechingen gefahren. Diesmal haben wir alles gefunden, und sind immer an schönen Neben-Wegen, Radwegen, bzw. kleinen Straßen gefahren. In der Anfahrt waren wir ganz schön schnell und haben es in ca. 2 Stunden bis Hechingen geschafft. Die Auffahrt zur Burg ist recht steil, zwischen 10-13%, das hatte ich gar nicht mehr so in Erinnerung, aber jetzt sind wir ja alle recht fit, ging also gut. Wieder fast unten haben wir dieses Jahr mal ein Erinnerungsbild gemacht.

Von links: Wolfgang, Stefan, Hartmut, Brigitte, Moritz, Ralf, Peter, Jürgen(?) und Herbert
Von links: Wolfgang, Stefan, Hartmut, Brigitte, Moritz, Ralf, Peter, Jürgen(?) und Herbert

Aus dem letzten Jahr wusste ich noch die Strecke in Richtung Rangendingen, danach ein paar Kilometer Hauptstraße bis Haigerloch. von Haigerloch bis Rottenburg haben wir dann ICE-Tempo vorgelegt 🙂 Ralf, Moritz und Herbert haben abwechselnd Lokomotive gespielt, sodass wir in Rekord-Tempo in Rottenburg auf dem Marktplatz waren umd Waffeln, Kuchen, Tiramisu und Kaffee zu geniessen.

Danach habe ich einen schönen Nebenweg nach Wurmlingen gefunden, dann aber den Radweg nach Wendelsheim verpasst, also auf der ohnehin wenig befahrenen Nebenstraße. Die war zudem als „Ortsdurchfahrt Wendelsheim gesperrt“ markiert … als wir dort waren Überraschung: da war ein Rad-Rennen. Fast hätten wir uns eingereiht, aber nach 110km sind wir dann doch gleich wieder abgebogen und über eine meiner Lieblingsstrecken über Oberndorf, Hailfingen, Tailfingen nach Gültstein und Herrenberg und dann über Nufringen, Rohrau nach Hause.

140km und 1250 Höhenmeter mit 27,5 km/h Schnitt, als nette Herbst-Tour ergab das einen tollen Sonntag.

Nordschwarzwald Radmarathon XL 2016 – 248km

Letzten Sonntag war es wieder soweit: mein persönliches Saison Highlight. Seit 2009 bin ich den offiziellen Marathon (XL) nicht mehr gefahren. Letztes Jahr war meine Gruppe fit, jedoch hat es am Sonntag geregnet … wir haben die Tour dann „privat“ für uns am darauffolgenden Samstag nachgeholt, nur leicht verkürzt.

Aber dieses Jahr hat es gepasst (na ja, fast). Es war etwas kühl für mein persönliches Empfingen, ich mag es lieber etwas wärmer. Allerdings ist es dieses Wochenende schon wieder fast zu warm … bei 35°C ist ein Marathon auch nicht gerade gut. Leider hatte es nur zwischen 12°C und später maximal 18°C…. ich habe unterwegs recht häufig die Wind-Jacke anziehen (bergab) und beim nächsten bergauf wieder ausziehen müssen.

Aber alles in allem bin ich sehr zufrieden. Die Strecke ist etwas länger geworden, es waren letztlich auf meinem Tacho 248km und ziemlich genau 3950 Höhenmeter … eine ganz schöne Leistung.

UND: das war mein erster Marathon über 240km, den ich unter 10 Stunden abschließen konnte. Nun muss ich dazu sagen, dass wir die meiste Zeit zu dritt waren, Ralf, Peter und ich. D.h. ich musste nicht die ganze Zeit alleine Fahren, sondern konnte von Ralf und Peter ab und zu Windschatten abgreifen (wenn auch nicht so oft, da es ja meistens steil bergauf geht 🙂 ). Die bisherigen Marathons bin ich doch meist alleine gefahren, bis auf Alb-Extrem letztes Jahr.

2 Tage hatte ich Muskelkater … aber jetzt ist wieder alles gut und ich freue mich schon auf die nächsten Ausfahrten…

Und so sieht der Marathon aus….

 

Training im Allgäu

Von Freitag 24.6. bis Sonntag 3.7. war ich für eine lange Woche in Nesselwang im Allgäu im Urlaub, bzw. einem kleinen Allgäu-Trainingslager. Das Wetter war „OK“… im Vergleich zu den letzten paar Wochen war es ziemlich gut… nur an 2 Tagen hatten wir Regen, sodass ich in den gut 10 Tagen 8 Rennrad-Touren machen konnte. Damit kann man zufrieden sein, nach dem Regen der letzten Wochen.

Ausser den bekannten Touren, die ich dort immer fahre, konnte ich ein paar neue Varianten ausprobieren. Z.B. auf einsamen Neben-Wegen (geteerten Feldwegen) vom Forggensee über die Wies-Kirche nach Oberammergau … eine idyllische Strecke. Aber auch den Riedbergpass konnte ich nach einiger Jahren mal wieder fahren, und den Rückweg über ein paralleles Seitental, ein Weg, den ich bisher nicht kannte… das war letzten Freitag sowas wie die Königsetappe.

Die ersten paar Tage war ich noch alleine. Peter kam am Mittwoch dazu, er hatte am Alb-Extrem teilgenommen. Wir sind dann die zweite Hälfte der Woche zusammen gefahren. Am Montag Morgen bin ich wieder nach Hause gefahren, Peter hat an dem Tag nochmal eine Königsetappe gefahren, Hahntennjoch und Arlberg.

Insgesamt habe ich auf 8 Touren 1.032 km und 10.990 Höhenmeter zurückgelegt. Damit bin ich recht zufrieden 🙂

Die meisten der interessanten Strecken habe ich in meinem Allgäu Streckenorder auf GPSies angelegt. Immer wieder toll ist die Namlos-Tour, und natürlich die Wieskirch-Oberammergau Strecke und die Strecke über den Riedbergpass (nach Balderschwang) mit seinen ~16-18% Rampen und ~600Hm auf ~6km.

(Die Höhenmeter auf GPSies sind allerdings ca. 20% zu hoch errechnet, im Vergleich zu meinem barometrisch messenden Tacho).