Homepage Familie Neugebauer http://www.neugebauer.name ... es geht um alles und nichts ... Mon, 10 Jul 2017 05:53:22 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.8.1 Leben mit Sprachassistenten http://www.neugebauer.name/2017/07/leben-mit-sprachassistenten/ http://www.neugebauer.name/2017/07/leben-mit-sprachassistenten/#respond Mon, 10 Jul 2017 05:53:22 +0000 http://www.neugebauer.name/?p=4417/ Mein „Home“ bleibt „dumb“, … Smarthome, nein danke. 😀
Danke, Extra 3!

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Bohemian Rhapsody … cool http://www.neugebauer.name/2017/07/bohemian-rhapsody-cool/ http://www.neugebauer.name/2017/07/bohemian-rhapsody-cool/#respond Sun, 09 Jul 2017 18:04:08 +0000 http://www.neugebauer.name/?p=4411/ Bei Engadget gefunden –┬á G├Ąnsehaut: 65.000 Green-Day-Fans singen „Bohemian Rhapsody“

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Stra├čenverkehr, R├╝cksicht(slosigkeit), Indien http://www.neugebauer.name/2017/06/strassenverkehr-ruecksichtslosigkeit-indien/ http://www.neugebauer.name/2017/06/strassenverkehr-ruecksichtslosigkeit-indien/#respond Wed, 28 Jun 2017 16:43:42 +0000 http://www.neugebauer.name/?p=4407/ Stra├čenverkehr, R├╝cksicht(slosigkeit), Indien weiterlesen ]]> Heute hab ich in einer deutschen Tageszeitung einen Artikel ├╝ber die gef├╝hlte Zunahme von R├╝cksichtslosigkeit im deutschen Stra├čenverkehr gelesen, und woher das wohl kommt. Link gibts leider nicht, eine Hamburger Zeitung, den Artikel ├╝ber Blende gelesen.

Als Rennradfahrer hatten wir diese Diskussion in letzter Zeit h├Ąufig, und dass in unserer Gegend der gef├╝hlte Stresspegel ziemlich hoch ist, dar├╝ber sind wir uns ziemlich einig. Weshalb ich in der Zwischenzeit fast nur noch auf „geteerten Feldwegen“ und wirklich kleinen Nebenstra├čen unterwegs bin, wo es deutlich entspannter zu geht. (Auch dort kommen Begegnungen der dritten Art ab und zu vor).

Was hat das nun mit Indien zu tun? Bin gesch├Ąftlich eine Woche hier. Nein, fahre weder Auto, noch Fahrrad, nur im „Taxi“ bzw. organisiertem Transport unterwegs. Ein wenig zu Fu├č unterwegs gewesen, aber zu ruhigen Zeiten am Sonntag. OK, ich war schon ├Âfter mal in Indien, und in manch anderem „exotischen“ Land, sodass ich ein bisschen was gew├Âhnt bin. Der „chaotische Verkehr“ ist aber auf jeder unserer Fahrten ein unentwegtes Thema. Ich glaube die meisten von euch kennen das ein oder andere einschl├Ągige YouTube Video etc. Ich denke das Vorurteil ist ziemlich klar: total chaotisch, st├Ąndiges Anhupen, Stre├č, R├╝cksichtslosigkeit, Vordr├Ąngeln…

Die Realit├Ąt ist doch etwas anders. Sobald man sich das von innen ein wenig genauer anschaut. Chaos: ja. Vordr├Ąngeln: aber klar doch. R├╝cksichtslosigkeit: hmm, eher nicht. Anhupen: ja, aber.

Gedr├Ąngelt wird ohne Ende, klar. Ampeln: je nach aktueller Situation wird da tats├Ąchlich gehalten, aber je nach Situation wird das auch mal nur als wohlgemeinter Ratschlag gesehen, den man auch ignorieren kann. Ein durchgezogener (doppelter) Mittel-Strich auf der Fahrbahn: ein grober Orientierungspunkt, den man wohlwollend in Betracht zieht. Wenns aber halt viel Verkehr gibt, macht man aus 2 Spuren auch mal 4, und dann bleibt in der Gegenrichtung von 2 Spuren halt nur eine. Effiziente Platzausnutzung, dar├╝ber regt sich niemand auf. ├ťbrigens auch nicht die Verkehrspolizei. Und bei 4 markierten Spuren ist selbstverst├Ąndlich Platz f├╝r 5 Spuren Autos, die auch problemlos um eine Kuh herum fahren die da irgendwo in der Mitte ist.

Hupen: sehr fein abgestimmt.

  • Kurz: „Nur zur Info, ich bin da links / rechts hinter dir… nur so“. „Du, ich quetsch mich da gerade links an dir vorbei, lass mich bitte“.
  • Mittel: „Heh, da ist doch noch Platz, warum ├╝berholst du da nicht“. „Komm, zier dich nicht so, da w├Ąr jetzt echt Platz gewesen, das war nicht nett“.
  • Lang: „Depp“

In der Praxis ist hupen fast immer kurz. Sprich: hupen geh├Ârt zur normalen Kommunikation. Fahren ist Intuition, und man kann die Augen nicht immer ├╝berhall haben, und Spiegel haben Limits, also muss man sich auch ├╝ber die Ohren abstimmen. Wo ist das Problem? 🙂

Chaos: Na ja, schon ein wenig. Es ist hier in Bangalore einfach zu viel unterwegs, f├╝r die Kapazit├Ąt der Stra├čen. Das ist bei uns nicht viel anders, prinzipiell, nur ists hier noch Faktor 2 bis 5 mehr. Ansonsten ist das hier auch nicht wirklich chaotischer. Nur mehr „Fahrzeuge“.

Und dann: R├╝cksichtslosigkeit: in Indien eher nicht!!! Da k├Ânnte sich so manche(r) Deutsche(r) eine dicke Scheibe abschneiden. Mein Eindruck ist, dass sich hier praktisch immer jeder bewu├čt ist, was um ihn rum passiert. Da wird niemandem b├Âswillig der Weg abgeschnitten, nur „weil ich recht haben will“. Wenn das Tuk-Tuk halt nunmal links vorbei will und schon nebendran ist, l├Ą├čt man den halt vorbei, der will auch leben. Wenn da einer rechts abbiegen will, und der quetscht sich rein… OK, irgendwann muss er halt r├╝ber. Der wird NICHT angehupt! den l├Ą├čt man dann halt mal durch.

Ich war jetzt nur 2 Mal zu Fu├č unterwegs, einmal Sonntags und heute kurz, da war nicht mehr ganz so viel Verkehr. Aber die 4 spurige Hauptstra├če zu ├╝berqueren, war nun wirklich kein Problem. Bin nicht angehupt worden und irgendwie hab ich mich total wohl gef├╝hlt. Definitiv wohler als auf der B464 zwischen K├Ąlberstelle und Schaichhof.

Einschr├Ąnkend zu sagen: es geht hier um relativ langsamen (da dichten) Stadt-Verkehr. Der Verkehr auf „Landstra├čen“ oder sp├Ąt nachts in der Stadt, wenn wenig los ist… das ist heikel. Da wird „gerast“ und wenns wirklich schnell wird, dann wirds gef├Ąhrlich.

Ich sag jetzt nix zur Unfallstatistik… die hab ich nicht im Detail recherchiert, aber ganz kurz gesagt, da steht Indien bei den Verkehrstoten im Vergleich zu Deutschland sehr schlecht da. Was seine Gr├╝nde hat, aber das ist ein anderes Thema.

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Journalismus: Fakten, Interpretation, Meinung http://www.neugebauer.name/2017/06/journalismus-fakten-interpretation-meinung/ http://www.neugebauer.name/2017/06/journalismus-fakten-interpretation-meinung/#respond Sun, 25 Jun 2017 09:40:45 +0000 http://www.neugebauer.name/?p=4404/ Journalismus: Fakten, Interpretation, Meinung weiterlesen ]]> Heute hab ich eine Artikel auf Telepolis gelesen, und danach einige der Leser-Kommentare im Forum: Alternativer wird’s nicht

Den Artikel selbst fand ich ziemlich gut, ein paar positive Kommentare zu Medien, die ich gar nicht ganz so positiv finde, und ein paar eher negative Kommentare zu Dingen, die ich eigentlich ganz positiv finde. Aber insgesamt ein gelungener Artikel, der zu einem guten Teil meine Meinung widerspiegelt.

Als ich dann einige Kommentare angeschaut habe, … ich weis nicht so recht, was ich sagen soll. Gef├╝hlt 80% negativ. Was jetzt?

Worum gehts: Eine wichtige Aussage von ist, dass es komplett neutralen Journalismus nicht geben kann, da jeder Mensch eine Meinung hat, und letztlich beim Verfassen von Artikeln nicht komplett neutral sein kann. Weiterhin ist es so, dass es eine Schwemme an Informationen gibt, jeder behauptet „Fakten“ zu pr├Ąsentieren, aber jeder „Fakt“ muss letztlich durchleuchtet werden, wer das Faktum pr├Ąsentiert hat, wie es geschrieben ist, welche Belege es gibt, etc…. oder ob der „Fakt“ eine Meinung und Interpretation ist. Weiterhin schreibt sie, dass der Leser dies selbst auch tun muss, egal welches Medium er gerade liest.

Sie schreibt das ausf├╝hrlicher, mit Beispielen, aber soweit meine Zusammenfassung in aller K├╝rze, und ich finde sie hat damit recht. Ich kenne keine Zeitung, kein Blog, kein „alternatives Medium“, egal ob Papier oder Internet, welches nicht mehr oder weniger klar eine Meinung im Hintergrund hat. Nat├╝rlich gibt es Medien, die sich sehr stark bem├╝hen neutral zu bleiben, und welche die ziemlich unbek├╝mmert ihre Meinung in jedem Artikel herausstellen, nat├╝rlich ohne das so zu nennen.

Der Haupt-Kritikpunkt in den Leser-Kommentaren: nein Selma h├Ątte nicht recht, guter Journalismus muss neutral sein, darf nicht gewichten, darf nicht interpretieren, „meine Meinung bilde ich mir selbst“. Ach so. Seit wann sind wir Menschen neutral? Was unser Gehirn zu 100% seiner Zeit tut, ist filtern, sortieren, abw├Ągen, wichtig/unwichtig, gut/schlecht, doof/intelligent, meine Meinung / nicht meine Meinung. Neutral bleiben ist mindestens extrem schwierig, ich w├╝rde sagen fast unm├Âglich.

Was dann in den Leser-Kommentaren so als „beispielhafte“ Medien aufgez├Ąhlt wird, … da wird es dann aber wirklich fast schon l├Ącherlich (Ja, OK, ein paar gute Beispiele sind auch dabei). Aber ich m├Âchte mal ein Beispiel rauspicken: NachDenkSeiten. Ich schaue da ganz gerne vorbei (muss zugeben, zur Zeit selten, ich hab meinen „Medien-Konsum“ etwas zur├╝ckgefahren). Warum schaue ich da gerne vorbei: weil man da Artikel und „Hintergr├╝nde“ findet, die man im Mainstream nicht findet (das ist ja der Kern der NachDenkSeiten), und die man sonst m├╝hsam zusammensuchen m├╝sste. Das bedeutet aber nicht, dass ich diese Artikel alle gut finde, es bedeutet auch nicht, dass ich die Meinung immer teile.

Ja, die Meinung teile. NachDenkSeiten ist n├Ąmlich weit davon entfernt ein neutrales Medium zu sein. Da wird sogar gewaltig eine Meinungs-Str├Âmung verbreitet. Wer es nicht kennt, schaut mal rein. Nachdem ich die NachDenkSeiten Monate in meinem Nachrichten Feed hatte, lese ich zunehmend weniger, denn: es ist mir zu einseitig!

Einige der Leserkommentatoren entlarven sich mit der Angabe ihrer „alternativen Medien“. Man k├Ânnte es so sehen: „wenn es meiner Meinung entspricht, ist es guter Journalismus, andernfalls schlechter“. Ne, so wird das nichts.

Es gibt leider viele schlechten Journalismus. Aber es gibt auch guten, den gibt es aber eher abseits des Mainstream. Es erfordert eine gewisse „M├╝he“, und den Willen sich vielf├Ąltig zu informieren. Und das Bewusstsein dar├╝ber „was lese ich da gerade“ und wie ist das zu interpretieren. Ja, kurz: Medienkompetenz. Die wird aber nirgends gelehrt.

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Schnell … aber bitte nicht nachmachen http://www.neugebauer.name/2017/05/schnell-aber-bitte-nicht-nachmachen/ Thu, 25 May 2017 18:54:47 +0000 http://www.neugebauer.name/?p=4384/ Das ist schon beeindruckend … schnell.

Trotzdem: bitte nicht nachmachen, das ist auf der Stra├če sau gef├Ąhrlich!

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Autonomes Fahren … bald Realit├Ąt? http://www.neugebauer.name/2017/04/autonomes-fahren-bald-realitaet/ Mon, 17 Apr 2017 13:55:56 +0000 http://www.neugebauer.name/?p=4370/ Autonomes Fahren … bald Realit├Ąt? weiterlesen ]]> War h├Ârt man in letzter Zeit (nun, schon seit bestimmt 2 Jahren) ├╝ber die autonomen Fahrzeuge, denen die Zukunft geh├Ârt. Und jetzt auch schon Aussagen wie „2030 wird selbst fahren verboten sein“. Die wunderbare Zukunft?

Mal davon abgesehen, dass „meine Generation“ +/- (also die meisten ~35-65 j├Ąhrigen) sich das gar nicht so toll vorstellen, da Auto fahren ja auch Spa├č macht … 😉

… die Mahner beschr├Ąnken sich auf die philosophischen Probleme des „wie soll die Maschine entscheiden, ob sie nun die Oma oder das Kind ├╝ber den Haufen f├Ąhrt, wenn es zum Anhalten nicht reicht“. Diese Frage br├Ąuchte einen l├Ąngeren Artikel f├╝r sich selbst … aber nur mal so: Die Angst von einer Maschine umgenietet zu werden ist also ein gro├čes Problem, die 3000+ Toten durch Menschliche Dummheit ist ein kleineres Problem? Ahm, OK, vielleicht mal separater Artikel.

Mal kurzer Realit├Ąts-Check: Es tut nicht. Es tut so offensichtlich nicht, dass ich die aktuelle Technik kaum als fr├╝he Demo bezeichnen kann. OK, ich fahr keinen „Tesla“, sondern „nur“ einen VW Passat und der hat nunmal kein Modul zum „autonomen Fahren“, sondern lediglich Assistenz-Systeme. Nach dem ich mich mit einigen Kollegen und Bekannten unterhalten habe, scheint das aber durchaus Stand der Technik zu sein:

  • Erkennung von Geschwindigkeits-Begrenzungen: Mal so 3 Beispiele eines typischen Samstags
    • B├Âblingen Hulb: Fahre knapp 50. Pl├Âtzlich Warnung im Display: ├ťberschreitung der 10km/h Begrenzung. Bitte, was? Auf der Hanns-Klemm-Stra├če? Ach ja, im Augenwinkel sehe ich es noch rechts… an der Grundst├╝ckseinfahrt zu einer Firma steht ein „10-Schild“. Hallo, das ist doch nicht f├╝r mich!
    • Holzgerlingen Nord: Nein, das 30-Schild gilt f├╝r die Nebenstra├če, wenn man recht abbiegt, nicht f├╝r die Hauptstra├če. Steht halt so sch├Ân im „Blickrichtung“ … h├Ątte ja sein k├Ânnen.
    • Autobahn, bisher „frei“, bl├Âd, da ist ein LKW rechts, den ich gleich ├╝berhole und ein Sprinter, der mich links ├╝berholt. Ich sehe das 120 Schild, ohne Probleme, mein VW-Schilder-Erkenner … erkennt nix, w├Ąre also mit 150 weiter gefahren.
  • Spurhalte-Assistent:
    • Auf Autobahnen … einigerma├čen OK. Ausserhalb von Autobahnen … gef├╝hlt deutlich weniger als 50% der Zeit erkennt der die Fahrbahn. Kurven mag er schonmal nicht sonderlich … kleine Landstra├čen ohne Mittelstreifen … gro├čes Problem.
  • Adaptiver Tempomat:
    • Im dichten oder z├Ąh fliessenden Verkehr … ziemlich hilfreich
    • Aber: F├Ąhrt nicht vorausschauend genug. auf 150 einstellen und ├╝ber die Autobahn „cruisen“ wollten… geht nicht. Wenn vorne jemand ausschert, „sieht“ der Tempomat das viel zu sp├Ąt. Ich w├╝rde schon lange vom Gas gehen … der Tempomat bleibt bei 150 und bremst dann hart ab. Doof.

Wenn man diese „Assistenz-Systeme“ mal aus Fahrersicht beobachtet, stellt man schnell fest, dass unsere Umgebung soooo kompliziert ist, dass Maschinen das ohne Kontext-Verst├Ąndnis einfach nicht handhaben k├Ânnen. Algorithmen werden das meiner Ansicht nach nicht richten.

Das Autobahn-Szenario ist ann├Ąhernd m├Âglich. Aber au├čerhalb dieser noch relativ „simplen“ und kontrollierten Umgebung sind, so denke ich, aktuelle Systeme ├╝berfordert … und bestimmt auch noch die n├Ąchsten 5 Jahre.

Vielleicht mit „echter“ k├╝nstlicher Intelligenz irgendwann … aber wann? Ich wage mal zu sagen: 2030 wird das noch nicht soweit sein, zumindest noch nicht soweit, dass alle Neufahrzeuge damit ausgestattet sind. Dazu m├╝ssten quasi alle Stra├čen nicht nur 100%ig kartiert, sondern auch noch perfekt markiert sein. Abh├Ąngigkeit von „Internet-Verbindung“ ist ein No-Go f├╝r autonome Systeme. Ein kurzer Ausfall und alles steht still … wer will denn sowas.

Ach ja: ich habe definitiv nichts gegen Assistenz-Systeme! Schlie├člich bin ich Mensch und ├╝bersehe auch mal was! Da ist eine Unterst├╝tzung sinnvoll. Wenn es denn zuverl├Ąssig funktionieren w├╝rde … ich h├Ątte gar nichts dagegen bei einer langweiligen Fahrt auf der Autobahn auch mal News lesen zu k├Ânnen…

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Mallorca 2017 http://www.neugebauer.name/2017/04/mallorca-2017/ Mon, 17 Apr 2017 12:30:45 +0000 http://www.neugebauer.name/?p=4364/ Mallorca 2017 weiterlesen ]]> Ende M├Ąrz / Anfang April war ich wieder zum Rad-Trainingslager auf Mallorca. Ich glaube das war jetzt das 6. oder 7. mal… muss mal recherchieren / z├Ąhlen. Insofern gibt es nicht allzu viel zu schreiben … H├Ârt sich langweilig an? Nein, ganz und gar nicht.

Diesmal war ich so fr├╝h wie bisher nicht. Schon Ende M├Ąrz … das lag daran, dass Ostern so sp├Ąt im April liegt und wir deshalb nicht bis nach Ostern warten wollten. Dann w├Ąre das Trainingslager praktisch komplett in den Mai gefallen, und das ist dann wieder zu sp├Ąt. Mit dem Wetter hatten wir, wieder mal, ziemliches Gl├╝ck. An unserem Ankunftstag, Freitags, hat es diesmal komplett geregnet (und nicht Mittags aufgeh├Ârt, wie in den letzten Jahren)… aber daf├╝r waren danach 15 Tage sehr stabiles Wetter.

Die Temperatur war … nun man w├╝rde sagen „ideal zum Radfahren“. Morgens noch k├╝hler, so um die 12-15┬░C, aber zur Mittagszeit und Nachmittags dann in der Regel zwischen 17 und 20┬░C (in den Bergen manchmal noch k├╝hler). Das ist nicht ├╝ppig warm, ich hatte deshalb fast immer noch Armlinge/Knielinge an, die ich entweder unterwegs ablegen konnte, aber manchmal auch anbehalten habe. Bis auf 1 oder 2 Tage kam immer die Sonne raus, sodass es zum radeln sehr sch├Ân war.

Die Saison-Vorbereitung war kurz, also noch relativ wenige Kilometer. Das Trainingslager war deshalb noch mehr auf Grundlagen ausgelegt. D.h. wir sind lange gefahren, praktisch nie unter 4 Stunden, und oft 5-6, das ein oder andere Mal 8 Stunden. Aber dabei nicht unbedingt die „K├Ânigsetappen“… f├╝r den kompletten K├╝stenklassiker h├Ątte bei mir die Power noch nicht ganz gereicht (bzw. na ja, w├Ąre dann eine Qu├Ąlerei geworden).

Alle Touren habe ich nachher auf GPSies eingepflegt, in meinem Mallorca Ordner. Es sind 15 Touren geworden, die ein oder andere „kleinere“ Tour zur „Erholung“… ansonsten doch konstant gefahren. Gesamt-Statistik:

  • Fast 1600km, verteilt auf 15 Einzel-Touren
  • Fast 16.000 H├Âhenmeter, genau „1%“ 🙂
  • Gesamt Fahrzeit (ohne Pausen): 66 Stunden, 22min
  • Gesamt-Schnitt ├╝ber alle Touren: 24,1 km/h
  • L├Ąngste Etappe war am Ende der ersten Woche:
    • ein einem Tag zuerst Sant Salvador, dann Randa
    • 140km
    • 1.880 H├Âhenmeter
    • 24,6 km/h

Ach ja… obwohl „man es ja eigentlich wissen sollte“: Mir hat ein richtiger Pausentag gefehlt. 2 Touren waren „kurz und gem├╝tlich“, eine Tour war zuerst kurz und gem├╝tlich, dann aber noch um eine Test-Fahrt erg├Ąnzt, sodass es wieder 95km geworden sind. Ich war am Ende so platt, dass eine K├Ânigsetappe einfach nicht mehr drin war. Am Tag des K├╝stenklassikers, sind wir ├╝ber den Soller-Pass und dann „flach“ wieder zur├╝ck gefahren. ├ťber den Puig war mir zu hart… Oberschenkel wie Pudding. Lektion: immer Erholungstage FEST einplanen und dann auch machen!

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K├╝nstliche Dummheit … http://www.neugebauer.name/2017/03/kuenstliche-dummheit/ Sun, 19 Mar 2017 13:41:27 +0000 http://www.neugebauer.name/?p=4366/ K├╝nstliche Dummheit … weiterlesen ]]> In den letzten 2 Tagen hab ich etwas „Internet Shopping“ machen wollen (na ja, das meiste dann noch wieder sein lassen). Was mir aufgefallen ist… mal wieder … die ber├╝hmten / ger├╝hmten Vorschl├Ąge … sind M├╝ll. Ist das nur bei mir so?

Ich geben ja zu, ich mach es es den diversen „big players“ nicht so leicht, also Google, Amazon und Co. Ich verwende „Cookie Blocker“, Werbe-Blocker, spezielle Privacy Einstellungen etc. Und ich kaufe „breit verteilt“, also nicht immer Amazon, weil es halt so einfach ist, sondern oft in kleineren L├Ąden, manchmal sogar lokal (nachdem ich auf Amazon und Co recherchiert habe).

Aber: Wenn ich den mal tats├Ąchlich bei Amazon was gekauft habe, warum bieten die mir dann wochenlang das gleiche wieder an? Nachdem ich das Smartphone Schutzglas gekauft habe … kaufe ich dass dann gleich morgen wieder? Eigentlich h├Ąlt das bei mir mehr als ein Jahr. Kaufe ich den n├Ąchsten B├╝gelbrettbezug, ein paar Tage nach dem letzten? So ziemlich das einzige, was ich meistens bei Amazon kaufe sind eBooks … nur … die Vorschl├Ąge „was mir auch gefallen k├Ânnte“… h├Ąh? 95% davon interessiert mich sowas von gar nicht. 5% Trefferquote sind schon gut genug? Nein, ich denke nicht.

Mit der k├╝nstlichen Intelligenz ist es wohl doch noch nicht so weit her … im Moment wird hier noch viel k├╝nstliche Dummheit vorgezeigt.

Passender Kommentar bei Heise von c’t-Redakteur Michael Link.

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Patagonien – Wanderungen http://www.neugebauer.name/2017/02/patagonien-wanderungen/ Sat, 18 Feb 2017 15:30:41 +0000 http://www.neugebauer.name/?p=4344/ Patagonien – Wanderungen weiterlesen ]]> Ich habs in den Artikeln zu meinem Patagonien-Urlaub schon geschrieben, die Wander-Wege waren sehr gut markiert und pr├Ąpariert. Wenn man mal von den Graten, also am Gipfel einiger Berge, absieht. Die Grat-„Wege“ waren zwar immer noch markiert (mit farbigen Punkten alle 20-50m) und damit gut zu finden, aber nat├╝rlich nicht pr├Ąpariert.

Ich hatte alle Wanderungen vorher ├╝ber die iOS App MapOut markiert, einfach um mich im Zweifel unterwegs orientieren zu k├Ânnen, habe das aber (mit einer Ausnahme) nie wirklich ben├Âtigt. Bei einer Wanderung war ein Wegweiser runtergefallen und lag so am Boden, dass ich ihn zuerst nicht gesehen habe. Bin prompt den falschen Weg gegangen, hatte aber irgendwie ein ungutes Gef├╝hl, und es hat geregnet, da wollte ich dann doch sicher gehen. Hab also kurz das SmartPhone gez├╝ckt, drauf geschaut, und gleich gesehen, dass ich 500m falsch gegangen bin. Wenn ich weitergegangen w├Ąre, h├Ątte ich evtl. erst bei einer H├╝tte nach weiteren 2-3km gemerkt, dass ich falsch bin. Dann h├Ątte ich den ganzen Weg zur├╝ck gehen m├╝ssen. Normalerweise immernoch kein Problem… aber es hat ziemlich geregnet zu der Zeit.

Wie auch immer… Wandern in Pategonien ist wirklich toll, wie gesagt, gut markierte und pr├Ąparierte Wege. Aber es war immer recht steil. Einige der Wanderungen waren nur so 5km hin und 5 wieder zur├╝ck. 10km ist nicht weit, aber 1000 H├Âhenmeter … das bedeutet, dass man fast die ganze Zeit relativ steil bergauf geht. Jemand der Probleme mit den Knien hat, sollte sich andere Wege suchen.

Die folgenden Track sind nur die l├Ąngeren Wanderungen, nicht die ganz kurzen Ausfl├╝ge bis 6km. Die Links f├╝hren zu meinem Ordner auf GPSies:

  1. Villa Catedral – Refugio Fuy, einfache Strecke
    • Standort: Bariloche (Villa Catedral), Argentinien
    • GPSies-Link (Einweg-Strecke)
    • ca. 10km mit ca. 740 H├Âhenmeter, Einweg
    • T2 (SAC Wanderskala)
    • Eine relativ einfache Strecke, gr├Â├čter Teil der Strecke zun├Ąchst noch flach (die ersten 5,5km), steigt dann erst auf dem hinteren Teil zum Teil relativ steil an, die eigentlichen H├Âhenmeter sind dann auf ca. 4km
    • Sch├Ân gelegene Strecke, war ideal zum Einstieg, obwohl mit 20km f├╝r den Anfang doch recht weit
  2. Refugio Lopez
    • Standort: Bariloche (Villa Catedral), Argentinien
    • GPSies-Link (Einweg-Strecke)
    • Kurz und knackig. ca. 4km hin und dabei ca. 780 H├Âhenmeter, Einweg
    • T2 (SAC Wanderskala)
    • Zum Start/Ziel-Punkt kommt man praktisch nur mit dem Auto, ist etwas abgelegen. Wenn man zeitig da ist, oder unter der Woche, kann man an einem Parkplatz an der Stra├če parken. Das ist ein lokales Ausflugsziel, kann am Wochenende sp├Ąter am Tag voll werden, aber nur unten in Parkplatzn├Ąhe, der Trail ist zu steil, da laufen nur wenige hoch.
    • Sehr sch├Âne Aussichten, teilweise muss man etwas „klettern“, aber nicht sonderlich schwierig.
  3. Villa Catedral – Refugio Fuy por el Filo (am Grat)
    • Standort: Bariloche (Villa Catedral), Argentinien
    • GPSies-Link (Rund-Weg, Auffahrt mit Seilbahn)
    • ca. 15km, bei Auffahrt mit Seilbahn offiziell nur ca. 200 H├Âhenmeter rauf, aber 1.100m runter
    • Schwierige Bergwanderung, sehr anstrengend durch viele Kilometer klettern ├╝ber die Felsen unterhalb des Grats
    • T5! (SAC Wanderskala)
    • Geniale Bergwanderung, f├╝r mich schwierig, f├╝r ge├╝bte Bergwanderer „interessant“, aber vermutlich nicht zu schwierig. Traumhaftes Berg-Panorama
  4. Cerro Colorado
    • Standort: San Martin de los Andes
    • GPSies-Link (Einweg-Strecke), Argentinien
    • ca. 4km und ca. 780 H├Âhenmeter, Einweg
    • Anfahrt mit Auto von San Martin ca. 20-25km ├╝ber Schotterpiste, kleiner Parkplatz neben der Stra├če, nur kleines Schild neben der Stra├če, kann man ├╝bersehen, Navi / MapOut hat geholfen
    • T1/T2 (SAC Wanderskala)
    • Relativ einfache Wanderung. Von oben gute Aussicht, inklusive Aussicht auf die 2 „gro├čen“ Vulkane, Lanin und Villarica
  5. Cerro Falkner
    • Standort: San Martin de los Andes, Argentinien
    • GPSies-Link (Einweg-Strecke)
    • ca 4,5km und ca. 1.100 H├Âhenmeter, Einweg
    • Anfahrt fast 40km Stra├če von San Martin, man k├Ânnte die Tour ggfl. auch gut einbauen, wenn man von Bariloche nach San Martin f├Ąhrt (oder anderst herum), es liegt an der Hauptstra├če
    • T2/T3 (SAC Wanderskala)
    • Eine super Wanderung, sehr sch├Âne Wald-Landschaft und oben wieder anspruchsvolle Bergwanderung. Gr├Â├čte Teil der STrecke gut markierter T1 Weg. Oben in Richtung Gipfel sehr ausgesetzte Ger├Âllhalden. Teilweise schwierig die Markierungen zu finden. Wirklich geniale Aussicht!
  6. Cerro San Sebastian
    • Standort: Caburgua/Puc├│n, Chile
    • GPSies-Link (Einweg-Strecke)
    • ca. 6,6km und ca. 1.150 H├Âhenmeter
    • T2/T3 (SAC Wanderskala)
    • Anfahrt ca. 20-25km teilweise schlechte Schotterpiste
    • Wieder eine tolle Wanderung und Landschaft, meist T1… dann aber am Grat entlang f├╝r mich „heikel“, vermutlich T3. Teilweise geht der Weg sehr nah am Abgrund entlang, wobei man leicht klettern und sich festhalten muss. Da sehr hoch gelegen eine wirklich geniale Aussicht.
  7. Sendero 3 (5) Lagos
    • Standort: Caburgua/Puc├│n, Chile
    • GPSies-Link (Rundweg)
    • ca. 16km und ca. 900 H├Âhenmeter
    • T1 (SAC Wanderskala)
    • Anfahrt ca. 20-25km teilweise schlechte Schotterpiste, gleich wie zum San Sebastian
    • Leichte Wanderung, sehr sch├Âner und interessanter Wald. Ist als „3 Seen Tour“ bekannt, weil die meisten die Abk├╝rzung zwischen See 2/3 gehen. Ich empfehle, wenn man schon die H├Âhenmeter nach oben gelaufen ist, dann aber die hinteren beiden Seen auch mitzunehmen, das sind nur 3-4km mehr und fast flach. Daf├╝r einsam und ein traumhafter Wald.
  8. Mirador Sierra Nevada
    • Standort: Cunco/Melipeuco, Chile
    • GPSies-Link (Einweg)
    • ca. 5,7km und ca. 560 H├Âhenmeter, Einweg
    • T1 (SAC Wanderskala)
    • Anfahrt in den Nationalpark, ca. 20km Schotterpiste
    • relativ leichte Wanderung, ein genialer Blick auf den Vulkan Llaima und die Vulkanlandschaft drumherum
  9. Cerro Mallo
    • Standort: San Martin de los Andes, Argentinien
    • T2/T3 (SAC Wanderskala)
    • GPSies-Link (Einweg)
    • ca. 7,1km und ca. 1.250 H├Âhenmeter
    • Anfahrt ca. 40km Schotterpiste von San Martin (Einweg). Ich habe die Wanderung auf dem R├╝ckweg von Chile gemacht, weil ich auf dem Weg ohnehin auf der Schotterpiste zur├╝ck nach San Martin fahren musste. Von San Martin kommend ist der Start des Trail gleich nach einer Br├╝cke, Schild ist gut zu sehen. Von Chile kommend ist das Schild im Wald versteckt, bin zuerst vorbei gefahren… Navi hilft.
    • Trotzdem dass der Weg sehr einsam gelegen ist, ist der Trail bis zum Grat sehr gut gepflegt und markiert. Nach oben zum Gipfel wieder sehr ausgesetzter Grat und Ger├Âllhalde. Ein Wahnsinns-Ausblick… nicht umsonst ein Tip zum Wandern in der Gegend
  10. Laguna Escondida
    • Standort: Cholila, Argentinien
    • T1 (SAC Wanderskala)
    • GPSies-Link (Einweg)
    • ca. 3,1km und ca. 400 H├Âhenmeter
    • Anfahrt ├╝ber Schotterpiste im Nationalpark
    • eine sehr sch├Âne, kleine, leichte Wanderung im Nationalpark Los Alerces.

Die Wanderung, die ich nicht mehr gemacht habe: Cerro Alto El Petiso, ca. 7.6km und ca. 1.300 H├Âhenmeter, T3, im Nationalpark Los Alerces. Die hatte ich urspr├╝nglich noch als Abschlusswanderung geplant. Aber ich war nun doch schon m├╝de und wollte die letzten beiden Tage etwas ausspannen, und habe deshalb nur die kleine Wanderung Laguna Escondida gemacht.

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Patagonien – dies und das http://www.neugebauer.name/2017/01/patagonien-dies-und-das/ Sun, 22 Jan 2017 14:51:50 +0000 http://www.neugebauer.name/?p=4320/ Patagonien – dies und das weiterlesen ]]> … einfach ein paar kleine Dinge, die mir so aufgefallen sind. Ausserhalb meiner kurzen Reisebeschreibungen… (Teil 1, Teil 2, Teil 3).

Verkehr

Autofahren

… fand ich eigentlich relativ entspannt. Ja, wenn man langsam f├Ąhrt und in den R├╝ckspiegel schaut, bemerkt man oft die Einheimischen, die gerne schnell ├╝berholen m├Âchten. Zun├Ąchst wie in Deutschland. Aber doch viel entspannter. Wer sich, speziell auf Schotter (siehe unten), nicht traut schneller zu fahren… Blinker setzen, langsam werden und ├╝berholen lassen. In der Regel ist in Patagonien relativ wenig Verkehr und ├╝berholen ist problemlos m├Âglich. Wenn es mal nicht gleich geht, halten die Leute auch eher Abstand, mir ist es nicht passiert, dass mich jemand wirklich bedr├Ąngt h├Ątte, und niemals auf Schotter… dort wird man einfach z├╝gig ├╝berholt. Allerdings WIRD z├╝gig ├╝berholt… Geschwindigkeit(sbegrenzungen) sind relativ. Ich hab sogar auch ab und zu ├╝berholt, und das gleiche, oftmals wollte ich gar nicht, pl├Âtzlich blinkt mein Vordermann um mich „vorbeizuwinken“ … meistens habe ich die Einladung dann angenommen, ist aber nicht oft vorgekommen.

Mir ist aufgefallen, dass in den (noch so kleinen) Ortschaften sehr h├Ąufig viele Stra├čen Einbahnstra├čen sind. Aber es gibt jedoch (fast) nie die bei uns ├╝blichen „Einfahrt verboten“ Schilder. Stattdessen gibt es an den Kreuzungen Schilder (Stra├čennamen) mit entsprechenden Pfeilen… dass muss man erstmal wissen und sehen …

Nach meinem Gef├╝hl wird, innerorts, recht aufmerksam gegen├╝ber Fu├čg├Ąngern gefahren, entspannt sozusagen. Mein Gef├╝hl jedenfalls. Ich habe nie jemanden hupen h├Âren, wenn jemand ├╝ber die Stra├če ging. Das hei├čt nicht, dass am Zebrastreifen automatisch immer gewartet wird, wenn da jemand dr├╝ber will… aber wenn jemand auf die Stra├če geht, wird gebremst und dr├╝ber gelassen. Ich hab mich selbst da zwar vorsichtig verhalten, aber ich habe nie eine kritische Situation gesehen.

In Chile habe ich keine Polizei-Kontrollen gesehen. In Argentinien aber sehr viele. Ich bin an ca. 15 Kontrollen vorbei gekommen und 3 mal kontrolliert worden. Sie wollten immer die Zulassung sehen (eine kleine Plastik-Karte) und in der Regel habe ich meinen Reisepass vorgezeigt, der F├╝hrerschein wurde nicht explizit verlangt. Einen internationalen F├╝hrerschein, der oftmals empfohlen wird, habe ich nicht gebraucht. Au├čer beim Mietwagen abholen, habe ich nirgends den F├╝hrerschein zeigen m├╝ssen. Wenn man einen hat, gut, falls man ihn mal zeigen m├╝sste, w├Ąre er halt leichter zu lesen, da er mehrsprachig ist. Der deutsch F├╝hrerschein ist (egal ob Karte, oder alter grauer oder rosa „Lappen) nicht so leicht zu entziffern, aber war bei mir kein Problem.

Stra├čen

Die asphaltierten Stra├čen sind „normal“, mal besser, mal schlechter. Nichts au├čergew├Âhnliches. Jedoch sind (nur) die Hauptstra├čen asphaltiert, meistens jedenfalls, sobald mal auf etwas kleinere „Nebenstrecken“ kommt, ist man oftmals auf Schotter unterwegs. Ich habe anhand der Stra├čen-Nummern aber nicht rausfinden k├Ânnen, ob man das vorher erkennen kann. In Argentinien kann man davon ausgehen, dass die „RN“ (Ruta Nacional, sowas wie Bundesstra├čen) asphaltiert sind, aber RP … mal so, mal so. Um das auf „unsere“ Gegend hier zu projizieren: Die B464 w├Ąre nat├╝rlich asphaltiert (wobei sicher einspurig). Die Stra├če von Holzgerlingen nach Sch├Ânaich… vielleicht, die Stra├čen nach Ehningen, nach Weil/Neuweiler/Breitenstein garantiert alle Schotter. Eine Stra├če wie die schon Sch├Ânaich nach Steinenbronn … wohl Schotter.

Schotter fahren … h├Ârt sich nach Spa├č an. Na ja. Als Deutscher bin ich das nicht gewohnt und es ist gew├Âhnungsbed├╝rftig. Diese Stra├čen werden „ripio“ genannt. Da es Schotter ist, bilden sich schnell Schlagl├Âcher und „Wellen“. Wenn man ein SUV hat ist das einfacher, speziell wenn der Wagen neu ist. Ich hatte ein „normales Auto“ und der hatte schon 60.000km. H├Ârt sich nach nicht viel an, aber der hatte schon einiges an „Ripio“ hinter sich, entsprechend hat der ziemlich geklappert. Da ich keine Lust hatte unterwegs nach einer Werkstatt suchen zu m├╝ssen, weil irgendwas kaputt geht, bin ich relativ langsam gefahren. Das heisst: bei sehr guten Schotter-Stra├čen, und geradeaus, bis zu 50km/h, aber meistens nicht ├╝ber 40. Bei mittelpr├Ąchtigen Abschnitten zwischen 20 und 35. Man muss sich schon konzentrieren, aber nach 100km hat man sich dran gew├Âhnt, und das ist es ganz OK. Ich war ja im Urlaub und hatte Zeit, … keine ├╝berfl├╝ssige Eile.

Ich wollte auch keinen Platten riskieren, obwohl man damit immer rechnen muss. Der Schotter besteht eher aus „Fluss-Kiesel“ Material, ist also nicht unbedingt scharfkantig. Das hat den Vorteil die Reifen nicht allzu sehr anzugreifen, daf├╝r hat man weniger Grip. Aber je schneller man f├Ąhrt, oder je mehr man „rutscht“ (in Kurven, beim Bremsen oder Gas geben), desto h├Âher ist wieder das Risiko f├╝r die Reifen. Ich bin ohne Plattfu├č durchgekommen, obwohl die Reifen nicht mehr ganz neu waren. Ich schreibe das meiner vorsichtigen Fahrweise und einer guten Portion Gl├╝ck zu.

Wenn man auf den mittelpr├Ąchtigen bis guten Strecken immer im 3. Gang bleibt, kann mann ganz gut nur mit dem Gaspedal die Geschwindigkeit steuern und hat gute Traktion. An den langsameren Stellen, bei Wellen und Schlagl├Âchern kann man im 2. Gang gut steuern und ausweichen. Sinnvoll ist es nicht in den 1. Gang zu schalten, da drehen die R├Ąder sonst zu schnell durch. Schwierig wird es bei manchen Bergauf-Passagen, man muss einerseits „durch fahren“, als flott rauf, am Besten im 2. Gang, damit man nicht stehen bleibt. Es k├Ânnte sonst schwierig werden am Berg anzufahren (durchdrehende R├Ąder). Speziell auf ganz kleinen Nebenstrecken, z.B. in Nationalparks hatte ich einige ziemlich heikle Stellen… Um Conguillo Nationalpark bin ich ganz sch├Ân ins Schwitzen gekommen. Da war eine Strecke ├╝ber 500m so steil und gleichzeitig so schlecht, dass ich dachte „jetzt steckst du gleich fest, dann isses aus“. Und der Teil war auch noch einspurig…. *puh* es ging grad noch so gut.

Schilder, Geschwindigkeit

Extrem gew├Âhnungsbed├╝rftig: Es gibt nat├╝rlich h├Ąufig mal Geschwindigkeitsbegrenzungen… die jedoch NIE wieder explizit aufgehoben werden! Da steht also 60 km/h … nur bis wann gilt das? Es gibt ja kein „Ende 60“ Schild … Na ja, es gilt halt, bis der Grund vorbei ist. Was ist der Grund? Da muss man halt ein bisschen aufpassen… Eine Kreuzung, eine Bushaltestelle, … manchmal ist das klar… manchmal nicht. Wenn man 1-2km langsam war, und man kann keinen Grund mehr erkennen, beschleunigt man halt wieder.

Ich habe ich eher genau an Geschwindigkeitsbegrenzungen gehalten. Laut „Internet“ (hab mir ein paar Artikel vorher angeschaut) w├╝rde man wohl bei eine ├ťbertretung ggfl. in Problem kommen, da man keine Strafe direkt bezahlen kann (Um „Bestechung“, bzw. Abzocke durch Polizisten zu vermeiden). Stattdessen wird der Pass einbehalten und man muss am n├Ąchste Tag (oder so… Wochenende…) im n├Ąchsten gr├Â├čeren Ort die Strafe zahlen um den Pass zur├╝ckzubekommen. Das wollte ich um alles in der Welt vermeiden, da ich ja eine vorgeplante Route hatte. Also bin ich tendenziell langsamer gefahren, als vielleicht m├Âglich. Und hab es den schnelleren so leicht wie m├Âglich gemacht, mich zu ├╝berholen.

Radfahrer

… ich habe ├╝berraschend viele Radfahren, und zwar auch viele Rennradfahrer gesehen. In Chile hab ich im „Landhaus Pucon“ sogar eine deutsche Radfahrergruppe getroffen, die eine l├Ąnger Strecke geplant hatten. Sowohl in Argentinien als auch in Chile ist Rennradfahren, auch normales Radfahren in den St├Ądten, ziemlich ├╝blich. H├Ątte ich nicht erwartet.

Man kann auf den Stra├čen im Prinzip sehr gut fahren. Es gibt, sowohl in Argentinien aber vor allem in Chile, sehr viele Schilder die auf die 1,5m Seiten Abstand hinweisen, die man doch bitte einhalten soll. Und soweit ich sehen konnte wurde auf Radfahrer allgemein R├╝cksicht genommen. Soweit scheint es sehr viel angenehmer als in Deutschland.

Jedoch … Schotter, siehe oben. Die Nebenstrecken sind halt meistens geschottert. Und man will ja nicht nur auf den (wenigen) Hauptstra├čen unterwegs sein. Rennrad: geht, im Prinzip. Aber ich pers├Ânlich w├╝rde mindestens Crosser und Cross-Bereifung empfehlen. Damit sollte es gut gehen, MTB (Federung) ist nicht unbedingt n├Âtig. Selbst „schlechte“ Stra├čen sind in der Regel nicht schlechter als die Schotterwege im Sch├Ânbuch. Eine l├Ąngere Tour von S├╝d nach Nord w├Ąre durchaus m├Âglich (Rad-Transport und Begleitfahrzeug zu organisieren).

Sprache

Ja, man kommt mit Englisch durch. Wer kein Spanisch kann, kann trotzdem Patagonien besuchen…

… aber mit etwas Spanisch geht es soooo viel besser 🙂 Ich habs jedenfalls genossen meine Spanisch-Kenntnisse ausf├╝hrlich ausprobieren zu k├Ânnen. Wenn ich auf Englisch angesprochen wurde, habe ich immer auf Spanisch geantwortet… danach gings spanisch weiter. Das ein oder andere Mal wars auch wirklich n├╝tzlich. … Park-Ranger in den Nationalparks… Englisch eher Mangelware. Auf der Stra├če, Wanderwegen… irgendwelche Patagonier, die man mal was fragen m├Âchte … Englisch spricht kaum jemand, au├čer denjenigen, die direkt im Tourismus arbeiten. Selbst in Restaurants oder Hotels k├Ânnen manchmal nur ausgew├Ąhlte Personen Englisch oder auch Deutsch.

Ich war jedenfalls sehr froh … das war ja schlie├člich der Grund, warum ich seit 2002 spanisch lerne 🙂

GPS, Navi, …

Braucht man … nicht unbedingt. Aber ich habs genossen mit meinem Smartphone und „MapOut“ unterwegs zu sein. Ein „Navi“, mit Ansagen und so… brauche ich nicht. Aber ich fand es au├čerordentlich n├╝tzlich immer mal schnell schauen zu k├Ânnen, wo ich bin, sowohl beim Autofahren, als auch beim Wandern. Ich habe alle meine Strecken in MapOut kurz geplant, das geht extrem flott und bequem, sodass ich unterwegs mit einem Blick ganz schnell sehen konnte, ob ich noch auf dem geplanten weg bin, oder wo mein n├Ąchstes Ziel ist. Z.B. in Nationalparks konnte ich im Auto ganz schnell sehen, wo der Trail anf├Ąngt um Ausschau zu halten, wo ich parken kann. F├╝r St├Ądte waren sogar die Einbahnstra├čen in den OSM Karten richtig drin, sodass man leicht sehen konnte, wo man jetzt am Besten f├Ąhrt um ans Ziel zu kommen. Wirklich super-toll …

Auf den Karten von OpenStreetMap (die Basis f├╝r MapOut) waren praktisch ALLE Wanderwege schon drin! Ich konnte also sogar beim Wandern immer schauen, ob ich auf dem richtigen Weg bin. Nur der Anfang des Cerro-Mallo Trails… der war mitten im Berg, da haben 1,5km gefehlet. Ich habe das St├╝ck dann mit meinem Smartphone und MapOut mitgetrackt und inzwischen auf OSM eingepflegt, jetzt ist der Weg vollst├Ąndig 🙂

MapOut mit den Trails war einige Male wirklich n├╝tzlich. Einmal war ein Schild abgefallen, auch noch an einem Regentag, und ich war zuerst auf einem falschen Abzweig unterwegs. Hab nach ein paar Minuten nach dem Abzweig kurz nachgeschaut … oh, ich bin falsch… zur├╝ck und korrigiert. Wenn ich den Fehler erst an der H├╝tte nach 3km gemerkt h├Ątte… 6km Umweg in dem Gel├Ąnde sind kein Spass. Und anderes Mal an einem Grat war die Markierung nicht richtig zu sehen,… ich bin 20 Meter vom Weg abgekommen. Ich h├Ątte den Weg nicht so leicht wieder gefunden und h├Ątte eine extrem schlechte Schutthalte runter klettern m├╝ssen… ziemlich gef├Ąhrlich. Mit GPS/Mapout hab ich gesehen, dass ich ca. 20m vom Weg entfernt bin und konnte korrigieren und den sichereren Weg nach unten finden.

Man brauchts nicht unbedingt, … aber es macht das Leben sooo viel einfacher. Wie hab ich das nur vor den SmartPhone Zeiten gemacht? 😉

Wandern

Ja, gute Kondition ist von Nutzen. Die f├╝r mich interessanten Strecken waren alle ZIEMLICH steil. 20-30% Steigung … ja aber klar doch, immer. Manchmal waren die ersten 300m flach, und dann 3km rauf mit insgesamt 1200 H├Âhemetern… alles klar?

Klar, es gab auch flache M├Âglichkeiten… aber um Aussicht zu haben, muss man halt die Berge rauf… und das hab ich ausf├╝hrlich gemacht. Siehe oben: entweder gute Wander-Karten besorgen oder GPS. Auf den normalen Wegen im Wald ist das meistens kein Problem, die Wege sind sehr gut markiert und leicht zu finden. Ein bisschen ├ťbung ist schon n├╝tzlich, da die Wege so steil sind, muss man auch manchmal die H├Ąnde einsetzen, und vor allem muss man Trittsicher gehen k├Ânnen.

Aber zu den Gipfeln ist man oft auf Schutthalden / Felsen / Graten unterwegs und die Markierungen sind nicht immer so eindeutig. Sch├Ân ist, das auf OSM oftmals auch der Schwierigkeitsgrad T1-T5 angegeben ist. Meistens war ich auf T1-T3 unterwegs, die Wege sind typische Bergwanderwege, also ein gewisses Ma├č an Trittsicherheit ist n├Âtig. Wurzeln und einfaches Klettern ├╝ber Steine und kleine Felsen ist normal, und es geht auf einer Seite auch mal steil abw├Ąrts, wo man nicht gerade runterfallen m├Âchte. Die Wanderung „Refugio Frey por el Filo“, ist als T5 eingezeichnet… und ist wohl auch T5; das war f├╝r mich eine echte Herausforderung. Ich hatte mir offen gelassen, ob ich das wirklich mache… ich h├Ątte problemlos nach ein paar Minuten, bis zu einer Stunde, umdrehen k├Ânnen. Aber einmal drin ging es immer besser. Ich bin froh, und ein wenig stolz, dass ich das geschafft habe. Ein kleines Abenteuer.

Wetter

Jeder der in der Natur unterwegs ist, sollte sich vorher ├╝ber die Wetterlage informieren. Das habe ich getan und ich war ja 2010/2011 schonmal in Patagonien. Unterm Strich war es ziemlich warm… ich habe mich beim Wandern jedesmal komplett nass geschwitzt. Aber oben auf dem Berg war ich doch immer froh, dass ich Fleece-Jacke oder sogar den winddichten Mantel dabei hatte. Nur einmal konnte ich nicht auf den Gipfel, am Cerro Mallo, weil ich nur die Fleece Jacke dabei hatte und es dort oben soooo windig und kalt war, dass ich umdrehen musste.

Es ist fast immer windig in Patagonien, und die Windst├Ąrken w├╝rden in Deutschland Sturm-Warnung bedeuten. In Patagonien ist das normal, also kann man problemlos wandern, vor umfallenden B├Ąumen braucht man da eigentlich keine Angst haben… die sind schon umgefallen.

Jeder muss sich da selbst informieren, aber „viele Lagen“, gutes T-Shirt (Sport-Ware), Fleece, und Jacke sollten immer dabei sein. Hut nicht vergessen, und Sonnencreme.

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