Archiv der Kategorie: Sport

Auf 2018 freuen…

Das Kalenderjahr 2018 ist bald zu ende und ich werde es mit etwas über 10.000km abschließen. Soweit, so gut 🙂

Vor ein paar Tagen war Wintersonnenwende, und im Rennrad-Forum war ein netter Artikel, auf was man sich 2018 zur Sommersonnenwende freuen kann. Mal sehen.

Leider sind große Veranstaltungen in den letzten Jahren sehr in Mode bekommen und deshalb oft überlaufen. Aber an was „neuem“ teilzunehmen wäre mal eine nette Herausforderung. Mal schaun, ob sich was ergibt … ich freu mich auf jeden Fall auf das nächste Jahr! Und 10.000km sollten es schon wieder werden 😉

Bahnrad

Vor 2 oder 3 Wochen war ich nach Monaten wieder in Öschelbronn auf der Bahn, weil es an dem Sonntag geregnet hat. Wie sonst auch, hab ich mir ein Bahnrad dort geliehen… Danach hab ich mich dem Drang widersetzt, mir ein solches Rad zu kaufen. Schließlich kann man es sich dort für 8€ ausleihen… da müsste man schon sehr oft fahren, damit sich das lohnt. Andererseits muss man jedes Mal erst das Rad aus der Garage  holen, die Pedale anschrauben, den Sattel einstellen … und der Sattel passt natürlich nicht zum Hintern. Alles keine besonders guten Gründe, sich für ein paar Mal im Jahr jeweils für 2 Stunden Training gleich ein Rad zu kaufen.

Mein Widerstand war nach 2 Jahren und 3 Tagen dann doch gebrochen: mein Cinelli Tipo Pista 🙂

Cinelli Tipo Pista, Bahnstadion in Öschelbronn
Cinelli Tipo Pista, Bahnstadion in Öschelbronn

Rad-Saison 2017 beendet

Die Rad-Saison zähle ich für mich jeweils vom 1. Oktober bis 30. September. Damit war am heutigen Freitag die Saison 2016 beendet und am Sonntag beginnt die Saison 2018.

Damit ist nun Zeit die vergangene Saison zusammenzufassen…

Die Winter-Saison 2017 hatte eine lange Unterbrechung, von Anfang Dezember bis Ende Januar. Was in den ersten 2 Dezember Wochen los war, weis ich nicht mehr, vermutlich schlechtes Wetter. Dann war ich gut 5 Wochen in Südamerika in Urlaub. Als ich vom Urlaub zurück war, ist das erste/einzige Mal Schnee gefallen, und es waren nur ein paar wenige recht kurze Touren möglich, bis Anfang/Mitte Februar.

Dann ging es aber ganz gut weiter … immerhin sehe ich fast 420km für den Februar zu buche stehen, zunächst fast alles mit dem All-Road im Wald und danach mit dem All-Road auf geteerten Wegen. Ich hatte mir einen zweiten Laufrad-Satz zugelegt, mit 28mm Slick/Rennrad Reifen. Auf den Wald-Wegen im Schönbuch war es leider nicht mehr gut fahren, da durch Holz-Arbeiten die Wege derart zerstört waren, dass das wirklich keinen Spaß mehr gemacht hat. Aber die Temperaturen waren ziemlich mild, sodass quasi Ende Februar schon die „Rennrad“ Saison gestartet ist.

Die Form war durch die lange Pause nicht sonderlich gut, aber ich hatte ja im Urlaub nicht gefaulenzt (wenn auch wandern statt radeln), und die fleißigen Kilometer im Februar bis Mitte März waren dann doch eine recht gute Grundlage für Mallorca. Dadurch dass Ostern sehr spät lag, waren wir schon vor Ostern 2 Wochen in Mallorca zum Training. Es war dadurch noch etwas kühler, aber quasi kein Regen, nur mal Nachts/Vormittags, sodass es gegen Mittags immer schon wieder trocken genug war.

Tja, man weiß es eigentlich besser: Aber aus verschiedensten Gründen … habe ich 15 Tage durchweg trainiert. Ja, ich hab keinen „echten“ Pausen-Tag eingelegt. Aus einem Pausen-Tag mit zunächst 60km Petra und zurück … wurden dann noch fast 95, weil Peter und ich uns Räder beim Road-Bike Festival ausgeliehen haben und noch eine ausführliche 30km Test-Runde gefahren sind. Erst der zweite Pausen-Tag waren wirklich „nur“ 63km Petra und zurück im Bummel-Tempo. Die Folge: Gegen Ende des Trainings war ich ziemlich fertig, da ging fast nix mehr. Am Wochenende (volle 6 Tage später), war ich immer noch so fertig, dass ich nur 3x (Freitag-Sonntag) jeweils 55km gemütlich gefahren bin. Erst das Wochenende drauf lief es wieder besser. Allerdings scheint das Training doch effektiv gewesen zu sein, da ich nach den fast 2 Wochen „Erholung“ dann recht fit war.

Nachdem das Frühjahr, inklusive Mallorca, gut gelaufen ist, und ich sogar ohne Erkältung ausgekommen bin, die ich eigentlich jedes Jahr im mal habe, ist es dann doch passiert. Mitten in der Vorbereitung auf den Rad-Marathon in Magstadt, hat mich Mitte Juli eine Erkältung erwischt und ich konnte ein Wochenende gar nicht und 2 weitere Wochenende nur gemütlich fahren. Auf den nächsten Schwarzwald-Touren, einer längeren Tour Anfang August, ist dann die Entscheidung gefallen: es reicht nicht für den langen Magstadt Marathon über 250km und 4000Hm, aber den kleinen mit 200km und 300Hm sollte es reichen. So wars dann auch.

Zum Saison-Abschluss war ich dann nochmal im Allgäu und habe von Nesselwang aus 4 schöne aber teils harte Touren gemacht. Schon etwas kühl, aber tolle Landschaft (Riedbergpass-Tour und Namlos-Tour).

Zur Statistik:

  • Rennrad:
    • 8.284,6 km insgesamt, 93 gezählte Touren, Durchschnittlich 89,1km pro Tour;
      im Vergleich zum letzten Jahr, ein bisschen weniger, aber 2016 war ja auch das Rekord-Jahr
    • Insgesamt 320 Stunden gefahrene Zeit; 26,19km/h Gesamt-Durchschnitt
    • 83.933 Höhenmeter
    • 58 Touren < 100km (Ø 66,2 km; mit 578HM, 26,63 km/h)
    • 35 Touren > 100km (Ø 127,0 km; mit 1441HM, 25,47 km/h)
  • Mountainbike / Crosser:
    • 21 Touren, vorwiegend Allroad
    • 1.173km insgesamt
    • 12.810 Höhenmeter
    • ca. 56 Stunden Fahrzeit
    • 21,7 km/h Durchschnitt über alles
  • Tacx Rolle
    • 10 Trainings
    • 333 km
    • 12 Stunden Trainingszeit
  • Alles in Allem, angesichts der Urlaubs-Unterbrechung ein super-Jahr
    • 8.285 km Rennrad und
    • 9.458 km „draußen“ also Rennrad und MTB/Crosser
    • 9.791 km insgesamt

Jetzt ist es schnell Herbst geworden. Der Sommer war Wetter-technische eher unbeständig, aktuell hält das leider an, ein goldener Herbst ist noch nicht in Sicht… ich hoffe noch darauf. Aber das ist dann schon Saison 2018.

Link zu meiner Radel-Seite

Allgäu: Die Namlos Tour

Im Prinzip eine sehr tolle Tour, es gibt nur ein kleines Haar in der Suppe, das ist der Anstieg von Reutte nach Haiterwang. Auf den ca. 4 Kilometern muss man auf einer viel befahrenen Bundestraße fahren, ein Nadelöhr in Richtung Fernpass, das durch keinen Radweg umgangen werden kann.

Aber danach, ab Bichlbach, fängt eine super Berg-Landschaft an, die ausserdem noch sehr anspruchsvoll ist. Steile Rampen, die einiges abfordern. Das fängt schon kurz nach Bichlbach an, ein gigantischer Anstieg nach Berwang. Danach 3 mal runter und 2mal wieder rauf. Dann ins „Namlos-Tal“. Kurz nach dem kleinen Dorf Namlos 🙂 eine SUPER Strecke mit vielen und schnell zu fahrenden Kurven. Klasse… bis zur Abfahrt nach Stanzach. Dann ein kurzes Flach-Stück nach Weissenbach und den schönen Anstieg zum Gaichtpass hinauf. Danach durch das Tannheimer Tal und als Abschluss-Anstieg nach Oberjoch.

Ich empfehle diese Richtung, also von Bichlbach nach Stanzach. Man kann es auch umgekehrt fahren, aber mir gefällt es so besser. Ach ja, ich empfehle, wenn man Urlaub hat, einen Tag under der Woche, da sind weniger Motorradfahrer in den Bergen unterwegs.

Diese Tour ist einer meiner Allgäu-Klassiker 🙂

Allgäu: Riedbergpass-Tour

Über den Riedbergpass bin ich vor ein paar Jahren schon mal gefahren, und hatte ihn in „guter“ Erinnerung … soll heißen, gefürchtet. Letztes Jahr, Juli 2016, habe ich dann durch Zufall einen schönen Rückweg gefunden. Nach dem Riedbergpass Abfahrt an Balderschwang vorbei und einige Kilometer weiter links abbiegen nach Sibratsgfäll. Dort hinein in die Berge und ca. 10 Kilometer später ist die Straße aus. Deshalb ist dieser Weg wohl weniger bekannt, aber die Strecke in Richtung Oberstdorf ist durchweg geteert aber für Autos gesperrt. Und die Landschaft ist super schön.

Nachdem ich diese  Tour letztes Jahr „ausgearbeitet“ habe, wollte ich sie dieses Jahr wieder fahren … gesagt, getan. Nun, der Riedbergpass ist … wie immer. Extrem anstrengend. Hat sicherlich einen Top-Platz bei quaeldich.de verdient, da es über sehr lange Abschnitte mit ca. 16% Steigung nach oben geht. Kurz nach Obermeiselstein fängt man bei Höhenmeter 900 an, und erreicht den Pass bei ca. 1409, also 500m Anstieg der harten Art.

Die gesamte Strecke ist recht anspruchsvoll, und verläuft weitgehend abseits der Haupt-Straßen, was dann aber ein paar zusätzliche „Wellen“ mit einschliesst… aber es lohnt sich.

Mallorca 2017

Ende März / Anfang April war ich wieder zum Rad-Trainingslager auf Mallorca. Ich glaube das war jetzt das 6. oder 7. mal… muss mal recherchieren / zählen. Insofern gibt es nicht allzu viel zu schreiben … Hört sich langweilig an? Nein, ganz und gar nicht.

Diesmal war ich so früh wie bisher nicht. Schon Ende März … das lag daran, dass Ostern so spät im April liegt und wir deshalb nicht bis nach Ostern warten wollten. Dann wäre das Trainingslager praktisch komplett in den Mai gefallen, und das ist dann wieder zu spät. Mit dem Wetter hatten wir, wieder mal, ziemliches Glück. An unserem Ankunftstag, Freitags, hat es diesmal komplett geregnet (und nicht Mittags aufgehört, wie in den letzten Jahren)… aber dafür waren danach 15 Tage sehr stabiles Wetter.

Die Temperatur war … nun man würde sagen „ideal zum Radfahren“. Morgens noch kühler, so um die 12-15°C, aber zur Mittagszeit und Nachmittags dann in der Regel zwischen 17 und 20°C (in den Bergen manchmal noch kühler). Das ist nicht üppig warm, ich hatte deshalb fast immer noch Armlinge/Knielinge an, die ich entweder unterwegs ablegen konnte, aber manchmal auch anbehalten habe. Bis auf 1 oder 2 Tage kam immer die Sonne raus, sodass es zum radeln sehr schön war.

Die Saison-Vorbereitung war kurz, also noch relativ wenige Kilometer. Das Trainingslager war deshalb noch mehr auf Grundlagen ausgelegt. D.h. wir sind lange gefahren, praktisch nie unter 4 Stunden, und oft 5-6, das ein oder andere Mal 8 Stunden. Aber dabei nicht unbedingt die „Königsetappen“… für den kompletten Küstenklassiker hätte bei mir die Power noch nicht ganz gereicht (bzw. na ja, wäre dann eine Quälerei geworden).

Alle Touren habe ich nachher auf GPSies eingepflegt, in meinem Mallorca Ordner. Es sind 15 Touren geworden, die ein oder andere „kleinere“ Tour zur „Erholung“… ansonsten doch konstant gefahren. Gesamt-Statistik:

  • Fast 1600km, verteilt auf 15 Einzel-Touren
  • Fast 16.000 Höhenmeter, genau „1%“ 🙂
  • Gesamt Fahrzeit (ohne Pausen): 66 Stunden, 22min
  • Gesamt-Schnitt über alle Touren: 24,1 km/h
  • Längste Etappe war am Ende der ersten Woche:
    • ein einem Tag zuerst Sant Salvador, dann Randa
    • 140km
    • 1.880 Höhenmeter
    • 24,6 km/h

Ach ja… obwohl „man es ja eigentlich wissen sollte“: Mir hat ein richtiger Pausentag gefehlt. 2 Touren waren „kurz und gemütlich“, eine Tour war zuerst kurz und gemütlich, dann aber noch um eine Test-Fahrt ergänzt, sodass es wieder 95km geworden sind. Ich war am Ende so platt, dass eine Königsetappe einfach nicht mehr drin war. Am Tag des Küstenklassikers, sind wir über den Soller-Pass und dann „flach“ wieder zurück gefahren. Über den Puig war mir zu hart… Oberschenkel wie Pudding. Lektion: immer Erholungstage FEST einplanen und dann auch machen!

Patagonien – Wanderungen

Ich habs in den Artikeln zu meinem Patagonien-Urlaub schon geschrieben, die Wander-Wege waren sehr gut markiert und präpariert. Wenn man mal von den Graten, also am Gipfel einiger Berge, absieht. Die Grat-„Wege“ waren zwar immer noch markiert (mit farbigen Punkten alle 20-50m) und damit gut zu finden, aber natürlich nicht präpariert.

Ich hatte alle Wanderungen vorher über die iOS App MapOut markiert, einfach um mich im Zweifel unterwegs orientieren zu können, habe das aber (mit einer Ausnahme) nie wirklich benötigt. Bei einer Wanderung war ein Wegweiser runtergefallen und lag so am Boden, dass ich ihn zuerst nicht gesehen habe. Bin prompt den falschen Weg gegangen, hatte aber irgendwie ein ungutes Gefühl, und es hat geregnet, da wollte ich dann doch sicher gehen. Hab also kurz das SmartPhone gezückt, drauf geschaut, und gleich gesehen, dass ich 500m falsch gegangen bin. Wenn ich weitergegangen wäre, hätte ich evtl. erst bei einer Hütte nach weiteren 2-3km gemerkt, dass ich falsch bin. Dann hätte ich den ganzen Weg zurück gehen müssen. Normalerweise immernoch kein Problem… aber es hat ziemlich geregnet zu der Zeit.

Wie auch immer… Wandern in Pategonien ist wirklich toll, wie gesagt, gut markierte und präparierte Wege. Aber es war immer recht steil. Einige der Wanderungen waren nur so 5km hin und 5 wieder zurück. 10km ist nicht weit, aber 1000 Höhenmeter … das bedeutet, dass man fast die ganze Zeit relativ steil bergauf geht. Jemand der Probleme mit den Knien hat, sollte sich andere Wege suchen.

Die folgenden Track sind nur die längeren Wanderungen, nicht die ganz kurzen Ausflüge bis 6km. Die Links führen zu meinem Ordner auf GPSies:

  1. Villa Catedral – Refugio Fuy, einfache Strecke
    • Standort: Bariloche (Villa Catedral), Argentinien
    • GPSies-Link (Einweg-Strecke)
    • ca. 10km mit ca. 740 Höhenmeter, Einweg
    • T2 (SAC Wanderskala)
    • Eine relativ einfache Strecke, größter Teil der Strecke zunächst noch flach (die ersten 5,5km), steigt dann erst auf dem hinteren Teil zum Teil relativ steil an, die eigentlichen Höhenmeter sind dann auf ca. 4km
    • Schön gelegene Strecke, war ideal zum Einstieg, obwohl mit 20km für den Anfang doch recht weit
  2. Refugio Lopez
    • Standort: Bariloche (Villa Catedral), Argentinien
    • GPSies-Link (Einweg-Strecke)
    • Kurz und knackig. ca. 4km hin und dabei ca. 780 Höhenmeter, Einweg
    • T2 (SAC Wanderskala)
    • Zum Start/Ziel-Punkt kommt man praktisch nur mit dem Auto, ist etwas abgelegen. Wenn man zeitig da ist, oder unter der Woche, kann man an einem Parkplatz an der Straße parken. Das ist ein lokales Ausflugsziel, kann am Wochenende später am Tag voll werden, aber nur unten in Parkplatznähe, der Trail ist zu steil, da laufen nur wenige hoch.
    • Sehr schöne Aussichten, teilweise muss man etwas „klettern“, aber nicht sonderlich schwierig.
  3. Villa Catedral – Refugio Fuy por el Filo (am Grat)
    • Standort: Bariloche (Villa Catedral), Argentinien
    • GPSies-Link (Rund-Weg, Auffahrt mit Seilbahn)
    • ca. 15km, bei Auffahrt mit Seilbahn offiziell nur ca. 200 Höhenmeter rauf, aber 1.100m runter
    • Schwierige Bergwanderung, sehr anstrengend durch viele Kilometer klettern über die Felsen unterhalb des Grats
    • T5! (SAC Wanderskala)
    • Geniale Bergwanderung, für mich schwierig, für geübte Bergwanderer „interessant“, aber vermutlich nicht zu schwierig. Traumhaftes Berg-Panorama
  4. Cerro Colorado
    • Standort: San Martin de los Andes
    • GPSies-Link (Einweg-Strecke), Argentinien
    • ca. 4km und ca. 780 Höhenmeter, Einweg
    • Anfahrt mit Auto von San Martin ca. 20-25km über Schotterpiste, kleiner Parkplatz neben der Straße, nur kleines Schild neben der Straße, kann man übersehen, Navi / MapOut hat geholfen
    • T1/T2 (SAC Wanderskala)
    • Relativ einfache Wanderung. Von oben gute Aussicht, inklusive Aussicht auf die 2 „großen“ Vulkane, Lanin und Villarica
  5. Cerro Falkner
    • Standort: San Martin de los Andes, Argentinien
    • GPSies-Link (Einweg-Strecke)
    • ca 4,5km und ca. 1.100 Höhenmeter, Einweg
    • Anfahrt fast 40km Straße von San Martin, man könnte die Tour ggfl. auch gut einbauen, wenn man von Bariloche nach San Martin fährt (oder anderst herum), es liegt an der Hauptstraße
    • T2/T3 (SAC Wanderskala)
    • Eine super Wanderung, sehr schöne Wald-Landschaft und oben wieder anspruchsvolle Bergwanderung. Größte Teil der STrecke gut markierter T1 Weg. Oben in Richtung Gipfel sehr ausgesetzte Geröllhalden. Teilweise schwierig die Markierungen zu finden. Wirklich geniale Aussicht!
  6. Cerro San Sebastian
    • Standort: Caburgua/Pucón, Chile
    • GPSies-Link (Einweg-Strecke)
    • ca. 6,6km und ca. 1.150 Höhenmeter
    • T2/T3 (SAC Wanderskala)
    • Anfahrt ca. 20-25km teilweise schlechte Schotterpiste
    • Wieder eine tolle Wanderung und Landschaft, meist T1… dann aber am Grat entlang für mich „heikel“, vermutlich T3. Teilweise geht der Weg sehr nah am Abgrund entlang, wobei man leicht klettern und sich festhalten muss. Da sehr hoch gelegen eine wirklich geniale Aussicht.
  7. Sendero 3 (5) Lagos
    • Standort: Caburgua/Pucón, Chile
    • GPSies-Link (Rundweg)
    • ca. 16km und ca. 900 Höhenmeter
    • T1 (SAC Wanderskala)
    • Anfahrt ca. 20-25km teilweise schlechte Schotterpiste, gleich wie zum San Sebastian
    • Leichte Wanderung, sehr schöner und interessanter Wald. Ist als „3 Seen Tour“ bekannt, weil die meisten die Abkürzung zwischen See 2/3 gehen. Ich empfehle, wenn man schon die Höhenmeter nach oben gelaufen ist, dann aber die hinteren beiden Seen auch mitzunehmen, das sind nur 3-4km mehr und fast flach. Dafür einsam und ein traumhafter Wald.
  8. Mirador Sierra Nevada
    • Standort: Cunco/Melipeuco, Chile
    • GPSies-Link (Einweg)
    • ca. 5,7km und ca. 560 Höhenmeter, Einweg
    • T1 (SAC Wanderskala)
    • Anfahrt in den Nationalpark, ca. 20km Schotterpiste
    • relativ leichte Wanderung, ein genialer Blick auf den Vulkan Llaima und die Vulkanlandschaft drumherum
  9. Cerro Mallo
    • Standort: San Martin de los Andes, Argentinien
    • T2/T3 (SAC Wanderskala)
    • GPSies-Link (Einweg)
    • ca. 7,1km und ca. 1.250 Höhenmeter
    • Anfahrt ca. 40km Schotterpiste von San Martin (Einweg). Ich habe die Wanderung auf dem Rückweg von Chile gemacht, weil ich auf dem Weg ohnehin auf der Schotterpiste zurück nach San Martin fahren musste. Von San Martin kommend ist der Start des Trail gleich nach einer Brücke, Schild ist gut zu sehen. Von Chile kommend ist das Schild im Wald versteckt, bin zuerst vorbei gefahren… Navi hilft.
    • Trotzdem dass der Weg sehr einsam gelegen ist, ist der Trail bis zum Grat sehr gut gepflegt und markiert. Nach oben zum Gipfel wieder sehr ausgesetzter Grat und Geröllhalde. Ein Wahnsinns-Ausblick… nicht umsonst ein Tip zum Wandern in der Gegend
  10. Laguna Escondida
    • Standort: Cholila, Argentinien
    • T1 (SAC Wanderskala)
    • GPSies-Link (Einweg)
    • ca. 3,1km und ca. 400 Höhenmeter
    • Anfahrt über Schotterpiste im Nationalpark
    • eine sehr schöne, kleine, leichte Wanderung im Nationalpark Los Alerces.

Die Wanderung, die ich nicht mehr gemacht habe: Cerro Alto El Petiso, ca. 7.6km und ca. 1.300 Höhenmeter, T3, im Nationalpark Los Alerces. Die hatte ich ursprünglich noch als Abschlusswanderung geplant. Aber ich war nun doch schon müde und wollte die letzten beiden Tage etwas ausspannen, und habe deshalb nur die kleine Wanderung Laguna Escondida gemacht.

Patagonien – Teil 3

Nachdem ich am Regentag den Teil 2 auf meinem Blog veröffentlicht hatte, wollte ich am Tag drauf wieder wandern … geplant, getan. Also wieder in den Nationalpark Huerquehue. Nach dem ganzen Regen war der Weg des „3 Lagos Sendero“ (3-Seen Weg) ziemlich matschig. Und das Wetter war auch nicht sonderlich toll, allerdings ist Aussicht bei dieser Wanderung nicht so wichtig, da es hier durch den Wald geht. Trotz Nebel / Niesel waren einige Leute unterwegs, was den Weg noch matschiger gemacht hat. Letztlich habe ich nicht den 3-Lagos sondern einen 5-Lagos draus gemacht. Die meisten gehen die Abkürzung vom 2. zum 3. See, anstatt noch weiter „nach hinten“ zu gehen. Das war eine gute Entscheidung. Während der Stunde über den 4. und 5. See ist mir nur eine weitere Person begegnet. Der Nothofagus Wald in Stille, gedämpft zusätzlich durch Niesel-Regel, nur mit ein wenig Wind und einzelnen Vögeln, war toll, fast schon transzendental. Leider wurde das Wetter immer schlechter, der Niesel-Regen ging langsam zu stetigem Regen über. Obwohl der Tag recht nass zuende ging, war die Wanderung trotzdem toll.

Nationalpark Huerquehue - 3-Lagos (Lago Chico)
Nationalpark Huerquehue – 3-Lagos (Lago Chico)
Lavahöhlen am Villarica
Lavahöhlen am Villarica

Am nächsten Tag war das Wetter wieder sehr gut. Eigentlich hatte ich vor gehabt den Villarica Vulkan zu besteigen. Das ist problemlos als Tagestour möglich, allerdings nur in geführten Gruppen. Man braucht Steigeisen zum Überqueren der Schnee/Eisfelder und natürlich ist der Weg durch den Schnee (Neuschnee über das ganze Jahr hinweg) nicht so leicht zu finden. Es gibt nur wenige zertifizierte Guides, weshalb pro Tag nur ca. 100-120 Personen zugelassen sind. Also muss das entsprechend vorher gebucht werden. Das alles wusste ich vorher nicht, als ich also in Caburgua angekommen bin, war es zu spät für den nächsten Tag zu buchen, danach gab es wegen des Wetters keine Touren, … und am ersten schönen Tag danach musste ich weiter nach Cunco… Also bleibt mir für den Tag nur übrig, den Villarica aus der Nähe zu betrachten, es gibt eine Straße hinauf zum Ski-Gebiet und zu Lava-Höhlen, die man besichtigen kann… Alternativ-Programm, da der Weg nach Cunco nicht sehr weit war.

Villarica aus der Nähe
Villarica aus der Nähe

Cunco liegt in der Nähe des Vulkans Llaima und des dazugehörigen Nationalparks Conguillo. Dort hatte ich ein Zimmer in einem kleinen Hostel „Hospedaje Adela y Helmut“, Helmut ist vor vielen Jahren aus Pfalzgrafenweiler nach Chile ausgewandert. Tja, ein paar Stunden schwäbisch gequatscht an den 4 Tagen…

Am Llaima kann man wieder sehr schön wandern. Leider war die Wettervorhersage wieder recht übel. Von den 4 Tagen blieb nur der erste Tag richtig toll zum Wandern, Tag 2 und 3 waren verregnet. Tag 4 sollte (in Cunco) wieder besser sein, aber im Nationalpark hat sich das Wetter am Vulkan gestaut, also bin ich auf der Wanderung dort extrem nass geworden. Dabei hat sich so viel Wasser im Rucksack angesammelt, dass meine Spiegelreflex Kamera Abends mit einer Fehlermeldung ausgestiegen ist (obwohl ich relativ früh den Regenschutz über den Rucksack gezogen hatte). Viel Glück gehabt… da es kalt war, war im Bad der Heizkörper warm (nicht zu heiss), und ich konnte die Kamera dort aufhängen. Die Wärme hat über mehrere Stunden die Feuchtigkeit verdunstet… am Morgen hat die Kamera wieder funktioniert.

Zur Weiterreise nach Huilo Huilo hat Helmut mir dann empfohlen die Termas Geometricas aufzusuchen. Ich hatte an dem Tag nur 200km (asphaltiert) zu fahren, also könnte ich den Umweg machen, 2 Stunden mehr zu fahren (wegen „Ripio“) und 1-2 Stunden zum Baden. Und ich muss sagen, die Termen sind wirklich toll angelegt. Die 20km Schotterweg zur Anfahrt sind zwar teilweise heftig, aber der Weg lohnt sich wirklich! Die vom Villarica beheizten heißen Quellen liegen in einem Tal, direkt unter freiem Himmel in der Natur. Die Becken sind zwar in Stein künstlich angelegt, aber seitlich jeweils direkt am Naturhang gelegen, Moos bewachsen direkt im Wald. Da kann man gut 2 Stunden entspannen. Trotz Haupt-Saison ist es nicht überlaufen.

Termas Geometricas - bei Coñaripe am Hang des Villarica
Termas Geometricas – bei Coñaripe am Hang des Villarica

Danach gings zum Hotel Nothofagus im Huilo-Huilo Park. Ein wirklich toll angelegtes Hotel, direkt im Wald, in Holz gebaut, sehr schön angelegt. Das Ganze ist nicht nur ein Hotel, sondern ist eingebettet in ein Programm zum Erhalt der Natur und Nachhaltiger Bewirtschaftung. Man kann allerlei Aktivitäten unternehmen, oder auch nur kleine Wanderungen in der nahezu unberührten Natur unternehmen. Es lohnt sich wirklich hier 2-3 Nächte zu verbringen!

Nothofagus Hotel Huilo Huilo
Nothofagus Hotel Huilo Huilo

Auf dem Rückweg nach Argentinien ging es morgens früh um 8 auf der Fähre über den Pirihueico See. 1,5 Stunden auf einer kleinen Schiff über den See in einer tollen Landschaft. Leider hatte ich an dem Tag wieder ziemlich viele Wolken. Denn nach dem Grenz-Übergang in Argentinien wollte ich eigentlich auf den Cerro Mallo wandern. Was ich zwar auch gemacht habe, … aber doch nur fast. Am Anfang war es recht warm, Kurz-Arm Shirt und trotzdem geschwitzt ohne Ende. Als ich jedoch auf den Grat gekommen bin, war es dort oben extrem windig und mindestens 10 Grad kühler. Ich hatte aber nur meine Fleece Jacke dabei. Und der Wind wurde dermaßen stark, dass ich teilweise stehen bleiben musste um nicht umgeweht zu werden. Meine Hände waren dann schliesslich so kalt, dass ich die Finger aufwärmen musste, um ein Bild zu machen. 100m unter dem Gipfel wurde es mir dann zu heikel und ich habe wieder umgedreht.

Cerro Mallo - Lago Lácar
Cerro Mallo – Lago Lácar
Im Nationalpark Los Alerces
Im Nationalpark Los Alerces
Im Nationalpark Los Alerces
Im Nationalpark Los Alerces

Nach einer Nacht in San Martin ging es zur letzten Station, Cholila. Die mit knapp 500km längste Fahrt, aber fast komplett asphaltiert, bis auf den letzten Kilomerter zur Hostería. Wieder sehr schön gelegen. Da ich hier nur noch 2 Tage hatte, habe ich am nächsten Morgen beschlossen es gemütlich hier ausklingen zu lassen. Die große Wanderung auf einen Berg habe ich ausfallen lassen, aber eine kleine Wanderung, insgesamt 3-4 Stunden, musste schon noch sein… Der Nationalpark Los Alerces liegt ganz in der Nähe, wenn auch 40km Schotterpiste zu fahren sind, bis die schönen Wanderungen zu erreichen sind. Allerdings war die Schotterstraße relativ gut zu befahren, da diese Straße auch eine „Hauptstraße“ zur nächsten Stadt ist und ganz gut in Schuss gehalten wird.

Die Hostería in Cholila lag sehr schön, und das Wetter war toll, deshalb habe ich am 2. Tag die Beine hängen lassen, und fast nur gelesen, bis auf einen Ausflug nach El Bolsón, um kleine Geschenke einzukaufen. Denn am nächsten Tag ging es zurück nach Bariloche zum Rückflug nach Buenos Aires. Dort wars dann schon später Nachmittag bei der Ankunft im Hotel, sodass noch Zeit für ein letztes „Bife de Chorizo“ blieb und am nächsten Tag zurück nach Deutschland.

Eine wirklich tolle Reise!!!

Im Nationalpark Los Alerces
Im Nationalpark Los Alerces

Danke an Ute Wendel von Wendy Pampa Tours, für die Organisation der Hostels, die immer sehr schön gelegen waren, kleine familiäre Unterkünfte, in denen ich mich sehr wohl gefühlt habe.

Ich plane noch einen Artikel mit ein paar persönlichen Tips und „was mir so aufgefallen ist“, und mit links/gpx-tracks zu den Strecken, vor allem den Wanderungen, die ich gemacht habe …